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Spieglein, Spieglein an der Wand …

SpiegleinanderWandBetrachten Sie sich manchmal selbst im Spiegel auf eine Art und Weise, wie Sie es niemanden anderen zumuten würden?

Manchmal, ganz früh in der Früh oder nach einem anstrengenden Tag schauen wir uns mies gelaunt in den Spiegel und erschrecken regelrecht: OH MEIN GOTT, wie sehe ich denn aus?! Die Mundwinkel hängen herunter und die Falten werden scheinbar immer tiefer.

Wohingegen wenn wir in der selben Situation eine gute Freundin treffen würden, würden wir sofort unser Lächeln zeigen, die Freundin freudig begrüßen und weg wären die hängenden Mundwinkel und die Falten.

Vielleicht können wir das ab und zu auch für uns selbst tun?

Ich meine nun nicht damit, dass Sie immer auf „happy“ tun sollen und in Begeisterungsstürme ausbrechen sollen, wenn Sie ihr Spiegelbild erhaschen. Ja, rennen Sie mies gelaunt durch die Gegend, gönnen Sie sich das!

Ich spreche davon, dass wir es uns selbst mal gönnen dürfen, uns beim Blick im Spiegel freundlich zu begegnen. Statt nach jedem Pickel, grauen Haar oder Falte Ausschau zu halten. Uns anzulächeln statt missmutig anzuschauen. Und falls wir tatsächlich mal missmutig sind, uns eben nicht kritisch im Spiegel zu betrachten, sondern uns mal sein lassen und auf bessere Laune warten.

Möchten Sie noch mehr Anregungen? Vielleicht ist unser Workshop: Wege aus dem Esszwang genau passend für Sie!

wir leben wovon wir reden

melangeWie bereiten sich Iris Lasta und ich auf den nächsten Workshop „Essanfälle ade“ vor?

Ganz einfach indem wir das leben, was wir im Workshop mit unseren Teilnehmerinnen üben:

Wir schauen bei unseren Vorbereitungstreffen gut auf unsere Bedürfnisse, indem wir unsere gemeinsame Zeit genau dort verbringen, wo wir wirklich sein möchten. Wir geben uns Zeit und Raum um zu spüren, welche kulinarischen Genüsse zu unserer Stimmung passen und genießen diese. Wir stehen bei unseren Treffen zu dem was wir sind. Launen dürfen sein wie sie gerade sind, wir teilen, was uns gerade beschäftigt, ohne zu werten. Alles darf sein. Wir müssen nichts darstellen, was wir im Moment nicht sind. Es dürfen auch miese Laune sein oder Müdigkeit, genauso wie Unrast oder Fröhlichkeit. Das ist herrlich und gibt letztendlich viel Energie!

Der Ausstieg aus der Esssucht fängt damit an, auf unsere Bedürfnisse im Alltag zu achten, sodass es irgendwann nicht mehr notwendig ist, mit Hilfe von Fressanfällen Raum für sich zu nehmen.

Hier finden Sie alle Infos zum Workshop „Essanfälle ade“

Esssucht und Selbsthass: Wie die EmotionalKörper-Therapie helfen kann

Der Weg aus der Esssucht ist vielfältig, manchmal bunt, manchmal grau … doch was uns immer wieder begegnet ist die Aussage „Es ist wichtig sich selbst zu lieben.“

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Dieser Satz löst bei vielen ein resignierendes Lächeln aus: „Wie soll ich denn das, was ich so verabscheue (nämlich mich) nur ansatzweise irgendwann irgendwie lieben können?!?!“ Bei diesem scheinbar unlösbaren Rätsel kann die EmotionalKörper-Therapie wirksam helfen.

Wie kann die Emotionalkörper-Therapie (EKT) helfen?

Wenn ich mich jahrelang, vielleicht sogar jahrzehntelang verabscheut habe, so werde ich das nicht von heute auf morgen ändern können. Es braucht Zeit und Übung, es ist ähnlich wie beim kleinen Einmaleins: Je öfters ich mit der EKT übe, mich anzunehmen wie ich bin, desto besser gelingt es mir mit der Zeit. 

In der EKT lernen wir, unsere schwer aushaltbaren Gefühle anzunehmen wie sie sind. Sie sein zu lassen statt sie weghaben zu wollen. Zu akzeptieren, dass sie Teil von uns sind, statt uns dafür zu hassen. Wir geben diesen Gefühlen Aufmerksamkeit, statt sie mit einem Essanfall zu verdrängen. Schwer auszuhaltende Gefühle gibt es in Zeit der Esssucht eine Menge wie beispielsweise: Sich fett fühlen; sich fühlen wie unter Watte; sich unsicher, unnötig fühlen; sich unglücklich, einsam, leer fühlen; sich zum Kotzen fühlen; sich gar nicht fühlen.

In der EKT lernen wir alle Gefühle anzunehmen, wie sie sind. Egal ob sie das Etikett „positiv“ oder „negativ“ tragen. Wir hören ihnen zu, denn jedes Gefühl hat seine Daseinsberechtigung. Wenn wir unsere Gefühle annehmen wie sie sind, lernen wir letztendlich uns selbst anzunehmen wie wir sind.

Wie kann man die EKT lernen oder anwenden?

  • Die EKT können Sie als Einzelsitzung buchen. Mit der EKT lernen Sie sich anzunehmen wie Sie sind und die Botschaft hinter Ihren Gefühlen zu hören. Das, was wir versuchen mit der Sucht zu verdrängen, bekommt hier Gehör.
  • Elemente der EKT lasse ich beim Spüren lernen einfließen. Die EKT hilft Ihnen, Körperteile zu spüren und anzunehmen wie sie sind. 
  • Darüber hinaus gibt es den EKT Workshop, wo die Methode unterrichtet wird, der nächste findet kommendes Wochenende 26./27. Okt. 2013 in Wien statt. In diesem Workshop wird EKT gegeben und empfangen. Die EKT zu erlernen ist hilfreich für die Kommunikation mit sich selbst: Sie hilft Ihnen, den wertschätzenden Dialog mit Ihren Gefühlen zu üben und damit zu initialisieren. Langfristig wird Ihr Umgang mit sich selbst liebevoller, die Selbstakzeptanz und damit Selbstliebe nehmen zu.

Selbstliebe im Alltag

Selbstliebe im Alltag bedeutet:

Jetzt schon beginnen, alle Besorgungen zu erledigen (ja, auch heuer wird Weihnachten wieder am  24.12. Weihnachten stattfinden 😉 ) und sich bewusst dafür entscheiden, bei der allgemeinen Weihnachts-Hektik einfach nicht mitmachen.

Statt dessen zu Weihnachtssongs mitwippen, über die Lichter der Stadt staunen, Lebkuchen essen, Zimt riechen, heißen Tee trinken, Freunde treffen, basteln, warme Kuscheldecken genießen …

… wenigstens ab und zu. Ich DARF meinen Lieben Freude machen, ich MUSS nicht. Manchmal ist ein von Herzen kommender Brief mit einem ehrlichen DANKE mehr wert als jedes gekaufte Geschenk.

In diesem Sinne eine schöne vorweihnachtliche Zeit!

Die Stärke hinter der Schwäche

Wie gelingt es, die eigenen Schwächen anzunehmen und lieben zu lernen? Hier eine Parabel dazu:

Eine alte Frau ging täglich mit zwei großen Schüsseln zur Wasserstelle. Die beiden Gefäße hatte sie an die Enden einer langen Stange gehängt, die sie über den Schultern trug. Eine der beiden Schüsseln hatte jedoch bis zur Mitte einen Sprung, so dass immer die Hälfte des Wassers auf dem Weg nach Hause auslief.

Zwei Jahr lang ging das so, und die kaputte Schüssel schämte sich sehr. Schließlich sagte die Schüssel zu der alten Frau, dass sie sich ganz furchtbar schäme wegen ihres Versagens. Die alte Frau aber lächelte milde und gütig und sagte: Liebe Schüssel, ist dir schon einmal aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen? Da ich mir deines Fehlers bewusst war, habe ich auf dieser Seite Blumen gepflanzt. Du hast sie mit dienen auslaufenden Tropfen täglich gegossen. Seit zwei Jahren kann ich jeden Tag Blumen pflücken und unseren Tisch damit schmücken. Ohne dich würde diese Schönheit nicht existieren. Du bist einzigartig und schön und wertvoll, genau deshalb, weil du so bist wie du bist.

Die Schüssel bedankte sich bei der alten Frau für ihre weisen und liebevollen Worte und streckte der heilen Schüssel die Zunge raus: „Ällabätsch, du langweiliges, perfektes Ding, ich bin die Beste!“
Aber die alte Frau warf ein: Liebe Schüssel, bitte werde nicht gleich größenwahnsinnig, um deine bisherigen Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren, das steht dir auch nicht gut. Jeder ist schön und wertvoll auf seine Weise. Schließlich bringt die andere Schüssel mehr Wasser heim, was auch sehr wertvoll ist. Darauf schämte sich die Schüssel erneut: Du hast Recht, Entschuldigung.

Und die Moral der Geschichte: Du solltest dir nicht allzu viel einbilden auf eine Fehler und Schwächen, nachdem zu erkannt hast, dass sie eigentlich gar keine Fehler, sondern wertvolle Eigenschaften sind. Jeder soll aus seinen Eigenarten das Beste machen.

gefunden in: Bräbel Mohr, Das Wunder der Selbstliebe

 

Ich wär so gern wer anderer!

Wer kennt das nicht, den Vergleich mit anderen? Doch meistens hinkt dieser Vergleich,denn selten vergleichen wir Stärken mit Stärken und Schwächen mit Schwächen. Meistens vergleichen wir das was uns an uns selbst stört, mit dem was wir an anderen sooooooo toll finden.

Dazu stelle ich Ihnen folgende Frage:

Was ist besser?

Ein herumwuselndes Eichhörnchen oder eine gemächliche Schildkröte?
Eine süße Banane oder ein knackiger Apfel?
Ein schneller Jaguar oder ein beständiger Golf?

Kann man nicht vergleichen meinen Sie? Hängt von der Situation ab?

Eben. Wieso sollte es bei uns Menschen anders sein?

Was ist besser?

Ein extrovertierter Mensch, der gerne im Mittelpunkt steht oder ein introvertierter Mensch, der lieber in der zweiten Reihe ist?
Ein Mensch der gerne herum wuselt oder ein Mensch der gerne gemächlich ist?
Ein sensibler Mensch oder ein robuster Mensch?

Kann man nicht vergleichen und hängt von der Situation ab!

Wichtig ist, dass man weiß, wer man ist. Um bei den obigen Beispiel zu bleiben: Ein Eichhörnchen braucht andere „Haltung“ als eine Schildkröte. Ebenso ist es bei Jaguar und Golf. Und eine Banane schmeckt nun mal anders als ein Apfel.

Weder bessern noch schlechter! Einfach anders. Und beide können voneinander profitieren!

Sensible Menschen z.B. können vielen anderen Menschen helfen, indem sie zuhören, einfühlsam sind. Sensible können den Robusten helfen auf sich zuhören. (denn robuste Menschen gehen gerne über ihre Grenzen ohne es zu merken)

Robuste Menschen z.B. können vielen anderen Menschen helfen, indem sie neue Projekte umsetzten. Robuste können den Sensiblen helfen, auch mal auf mal „fünfe grad sein zu lassen“ (denn der sensible Mensch neigt manchmal zur Übervorsicht).

Wenn alle ihre Stärken und Schwächen kennen, dann kann es sehr befruchtend sein! Wir können viel voneinander lernen!

Schwierig wird es, wenn man nicht akzeptiert, wer man nun mal ist und versucht anders zu sein bzw. versucht „dazu zu gehören“. Beobachten kann ich dieses  v.a. bei meinen sensiblen Klientinnen. Sie sehen sich beispielsweise danach alles essen zu können ohne Bauchweh zu bekommen, nur 6 Stunden Schlaf zu brauchen ohne am nächsten Tag fertig zu sein. Sie vergleichen sich mit den robusten und kraftvollen und sind böse mit sich, dass sie da nicht mithalten können und dauernd auf sich acht geben müssen.

Hier ist es wichtig ein Umdenken zu starten: Jeden Tag zu beobachten: Was sind meine Stärken? Was kann ich besonders gut?  Was macht mich aus? Wo bin ich wertvoll? In welchen Bereichen bin ich kraftvoll? Wo blühe ich auf? Was macht mir richtig Freude?

Und auch ehrlich zu beobachten: Auch jene Menschen, die in unseren Augen sooooo toll sind haben Herausforderungen! Vielleicht andere als wir aber die haben defintiv welche!

Aber auch das ist normal. ALLE Menschen haben Stärken UND Schwächen. So wie es Licht und Schatten gibt. Unsere Aufgabe ist es, so zu leben, dass wir unsere Stärken gut leben und unsere Schwächen gut integrieren können. Das bedeutet, dass wir uns in unserem Privat- und Berufsleben möglichst ein Umfeld schaffen, wo wir leben können, was wir sind.

Hört sich trivial an, doch zu wissen was bzw. wer man ist ist für viele Menschen eine lebenslange Herausforderung. Dann noch das geeignete Umfeld zu schaffen geht meistens Schritt für Schritt bzw. Hand in Hand mit dem sich selbst immer mehr und mehr kennenlernen. Gelebte Selbstliebe!

Ebenso wichtig ist es, andere in ihrem anders sein zu verstehen und zu akzeptieren. Nicht dauernd versuchen zu verändern oder zu überzeugen. Es gibt nunmal Unterschiede und die dürfen sein.

Darüber hinaus ist es aber schon auch wichtig, öfters mal ein bisschen über seinen Horizont zu blicken und von anderen zu lernen. Ein bisschen aus seiner Komfortzone herauszukommen. Denn sonst wird das Leben rasch eintönig und langweilig.

Es ist alles eine Frage der Balance.

Was ich sagen will: Alles hat seine Vor- und Nachteile. Alle Menschen haben ihre Herausforderungen. Es gibt kein besser oder schlechter. Es gibt nur ein „ich bin ich“ und „du bist du“ und „ich lerne von Dir“ und „Du lernst von mir“.

Eine Banane wird niemals wie ein Apfel schmecken und umgekehrt. Besser man vermischt sich zu einem leckeren Obstsalat 😉

Online Kommentare sind willkommen! Sind natürlich auch anonym möglich

Das Leben ohne Esszwang

Es gibt ein Leben nach der Esssucht. Viele träumen davon. Doch ganz wichtig zu wissen ist: Wenn die Esssucht vorbei ist, heißt es nicht, dass man den ganzen Tag nur noch fröhlich und kraftvoll durch die Welt springt.

Das Leben bedeutet Herausforderung und Veränderung. Manchmal bedeutet Leben auch, dass wir Schmerzen erleiden, körperliche wie seelische. Das sind Naturgesetzte des Lebens! Es ist eine Illusion zu glauben, dass wenn die Esssucht weg ist, dass auch all das weg ist. Nein. Auch wenn die Esssucht weg ist, wird es noch Unsicherheiten, Liebeskummer, Verletzungen, Trauer, Wut , Jobverlust, Streitigkeiten und all das geben.

Was anders ist, ist der Umgang in diesen Situationen: Da wird dann z.B. geweint bei Trauer (statt zu essen), aufgestampft bei Wut (statt zu essen), starr dagelegen bei Entscheidungsunfähigkeit (statt zu essen), ganz lieb mit sich umgegangen bei Unsicherheiten (statt zu essen), geschlafen bei Müdigkeit (statt zu essen) etc.

Beim Ausstieg aus dem Esszwang geht einerseits darum, adäquat mit Gefühlen umzugehen (statt zu essen).

Andererseits geht es auch darum, Frustrationen und ungute Gefühle auszuhalten. Zu verstehen, dass auch das zum Leben dazugehört. Auf diesem Weg ist z.B. die EKT nützlich. Hier schauen wir uns diese ungeliebten Gefühle an und merken: Ich kann sie aushalten, es passiert nichts! Ganz im Gegenteil: Wenn ich sie annehme und Teil von mir sein lasse verlieren sie sogar ihren Schrecken.

Als Erfolg am Weg aus der Esssucht ist also jedes Mal, wo wir es schaffen, ein Gefühle auszuhalten bzw. adäquat zu agieren (statt zu essen). Es geht nicht darum den Essanfall zu vermeiden, denn der ist nur ein Zeichen dafür, dass das mit dem aushalten bzw. adäquat ausreagieren noch nicht ganz so funktioniert. Es geht darum die Essanfälle hinzunehmen und parallel daran zu arbeiten Gefühle adäquat auszudrücken bzw. auszuhalten.  Es geht darum sich selbst sein zu lassen, mit allen Licht UND Schattenseiten.

Neben dem Zulassen und adäquatem Reagieren auf Gefühle ist ein wesentlicher Punkt am Weg aus der Esssucht der Hunger der Seele. Diese unendliche innere Leere, die schier niemals gestopft werden kann. Doch auch die ist – ebenso wie das unkontrollierbare Essen – ein Symptom, nicht die Ursache. Wenn wir lernen zu uns zu stehen und unsere Gefühle sein zu lassen, dann darf auch unsere Seele sein. Sie wird genährt und darf sich erholen sodass das tiefe Loch und damit der Esszwang irgendwann verschwindet.

Schlussendlich ist noch wichtig zu wissen: Auch ohne Esssucht kommt es manchmal vor, dass man einfach mal zu viel isst. Einfach mal auf Frust mit einer doppelten Ladung Schoko-Palatschinken reagieren, einfach mal die Trauer mit einer großen Portionen Eis streicheln.

Was anders ist, ist der Umgang. Es sind dann keine unkontrollierbaren Essattacken mehr, kein grausliches gieriges in sich hinein Schlingen. Es ist eine relativ bewusste Entscheidung eben mal nicht bewusst konstruktiv handeln oder aushalten zu müssen. Auch die logischen Konsequenzen (voller Bauch, Trägheit, ggf. ein spannender Hosenbund) werden akzeptiert statt sie wett zu machen (z.B. durch erbrechen). Was aufhört ist das sich selbst fertig machen und anklagen. Es ist kein „mir ist das passiert“ mehr, sondern eher ein „das gönne ich mir heute bewusst“. Man ist dann nicht mehr unendlich böse auf sich sondern weiß, dass man das eben mal gebraucht hat.

Liebe vermag viel zu heilen und gelebte Selbstliebe ist die Basis dafür!