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Liebe und Trauer

Für jene Frauen, die ihr Baby loslassen mussten. 

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Letztens bei einer EmotionalKörper-Therapie Begleitung kamen wir in Kontakt mit einem verstorbenen Fötus. Ein Baby, das nie das Licht der Welt erblickt hat.

Da gab es sehr viel Tränen, sehr viel Traurigkeit. Die Klientin weinte verzweifelt und meinte eine solch riesige Trauer nicht tragen zu können.

Da fragte sie das Kind: „Was kann ich für dich tun“.

Das Kind antwortete: „Es gibt aber auch so viel Liebe“.

Da war ich erstmal sehr verblüfft von der Schlichtheit der Antwort. Ja, da ist viel Schmerz aber da ist auch so viel Liebe. Dies direkt vom Kind zu hören war in dieser EKT Sitzung ein besonderer und ein tröstlicher Moment.

Achterbahn der Gefühle in der Kinderwunschzeit: Wie die Emotionalkörper-Therapie helfen kann

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Die Kinderwunschzeit ist eine Zeit der Hoffnung und der Zuversicht. Dauert diese Zeit jedoch länger als geplant, können diese Gefühle kippen: Mit der Zeit rotieren dann in unseren Köpfen die Ungeduld, die Angst, die Trauer, die Wut, die Hoffnungslosigkeit. Am liebsten würden wir all diese unangenehmen Gefühle weghaben, doch leider geht das nicht. Also wie umgehen damit? Ein gutes Werkzeug dafür ist die Methode „EmotionalKörper-Therapie (EKT)

Um welche Gefühle geht es in der Kinderwunschzeit?

In meiner Praxis tauchen vor allem folgende Gefühle auf:

Angst (z.B. Angst niemals schwanger zu werden; Angst tatsächlich schwanger zu werden und dann mit der neuen Lebenssituation nicht klarzukommen; Angst vor einer Fehlgeburt; Angst nach einer Fehlgeburt erneut eine zu erleiden; Angst vor der Geburt)

Trauer (z.B. Trauer, dass das Wunschkind noch nicht da ist; Trauer, dass der Körper nicht so tut wie man gerne hätte; Trauer wegen Fehlgeburten; Trauer wegen dem großen Mangel, der erlebt wird)

Dazu mischen sich gerne die Wut (z.B. Wut auf den eigenen Körper; Wut auf die Ohnmacht; Wut über Diagnosen), die Ungeduld und die Hoffnungslosigkeit.

Wie kann die Emotionalkörper-Therapie (EKT) helfen?

Birgit Zart vergleicht in ihrem Buch „Gelassen durch die Kinderwunschzeit“ unsere Gefühle mit Gästen in einer von uns geführten Pension: Manche sind uns sympatischer als andere. Trotzdem treten wir in unserer Pension allen Gästen mit Wertschätzung und Höflichkeit entgegen.
Genau nach diesem Prinzip funktioniert die Emotionalkörper-Therapie (EKT): Statt vermeintlich schlechte Gefühle weghaben oder verdrängen zu wollen, versuchen wir das genaue Gegenteil: Wir geben unseren Gefühlen Raum, Zeit und Aufmerksamkeit und hören ihre Botschaft.
Gefühle haben meist einen guten Grund da zu sein. Die Gefühle werden sich solange bemerkbar machen – auf psychischer wie auch auf körperlicher Ebene – bis wir stehen bleiben und sie uns ansehen. Dies kostet zu Beginn vielleicht etwas Mut, doch wenn wir da mal durch ist, wird es leichter.

Wie kann man die EKT lernen oder anwenden?

  • Die EKT kann man als Einzelsitzung buchen. Mit Begleitung gelingt es einfacher, in die tiefen Ebenen unserer Gefühle vorzudringen. Wir forschen gemeinsam, welche Botschaften sich hinter Ihren Gefühlen verbergen.
  • Darüber hinaus gibt es den EKT Workshop, wo die Methode unterrichtet wird.
    (der nächste findet 26./27. Okt. 2013 in Wien statt)
    In diesem Workshop wird EKT gegeben und empfangen.
    Die EKT zu erlernen ist zunächst hilfreich für die Kommunikation mit sich selbst: Sie hilft, den wertschätzenden Dialog mit den eigenen Gefühlen zu üben und damit zu initialisieren. Führt man die EKT mit sich selbst durch, kommt man vielleicht nicht in so tiefen Ebenen wie in der EKT Einzelsitzung, doch es ist möglich, aufwallende Gefühle auf ein Maß herunterzuschrauben, mit dem man gut umgehen kann. Langfristig wird der Umgang mit sich selbst liebevoller, die Selbstakzeptanz und damit Selbstliebe nehmen zu.
    Die EKT bereichert außerdem den wertschätzenden Umgang mit den Gefühlen anderer Menschen. Therapeuten/innen können darüber hinaus ein Zertifikat erlangen und die Methode dann in ihrer Praxis anwenden.