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Tipps bei Fersensporn

Was tun bei Fersensporn?

Letztens bei einer Fortbildung habe ich zu diesem schmerzhaften Thema von selbst Betroffenen drei wertvolle Tipps bekommen, die ich hier mit Ihnen teilen möchte, da sie weniger bekannt sind:

 

auf die Ferse schlagen

Dazu nehmen Sie z.B. Ihre linke Ferse und schlagen mit der flachen rechten Hand darauf, richtig kräftig, sodass sich die „Stoßwellen“ bis zum Knie ausdehnen. Dadurch wird die lokale Stagnation in der Ferse gelockert. So oft wie möglich den ganzen Tag über durchführen.
Geht auch indem man mit der linken Hand einen flachen Stein an die linke Ferse hält und in der rechten Hand einen anderen flachen Stein und damit auf den „Fersenstein“ schlägt. Geschmacksache, entscheidend ist, dass man das Gefühl hat, dass sich die „Stoßwellen“ von der Ferse ausgehend so weit wie möglich ausdehnen.

Ingwerkompresse

Kaufen Sie eine frische Ingwerwurzel, ca. zwei daumengroße Stücke. Der Ingwer wird grob geraspelt (per Hand, die Maschine wird leicht verklebt) und in ein Leinen- oder Baumwolltuch gegeben. Daraus eine kleines Säckchen formen.
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Flamme auf die kleinste Stufe zurückdrehen. Das Ingwersäckchen in das nicht mehr kochende Wasser legen, zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Anschließend aus dem Wasser nehmen und das restliche Wasser mit einem Kochlöffel herauspressen. Vorsicht auf die Hände, ist sehr heiß.
Auf die schmerzhafte Stelle ein Handtuch legen, darauf die heiße Ingwerkompresse und darauf noch einmal ein Handtuch. Wenn die Kompresse zu heiß sein sollte, noch ein Handtuch darunter legen. Wenn die Kompresse etwas abgekühlt ist, erneut für zwei bis drei Minuten im heißen Wasser erwärmen. Diesen Vorgang ca. 15 Mal wiederholen. Die gesamte Behandlung dauert ca. eine halbe Stunde.
Sie können auch parallel zwei Ingwerkompressen machen, dann ergibt sich die Wartezeit des Wiedererwärmens.

Selbstmassage mit einem Flummi oder Kochlöffelstiel

Dafür den Flummi oder einen kleinen harten Plastikball unter die Ferse schieben und darauf herumgehen. Wenn der Schmerz direkt auf der Ferse zu stark ist, dann die umgebenden Regionen bearbeiten. Niemals über die Schmerzgrenze gehen! Ein weiteres Mittel ist ein Kochlöffel, mit dessen Stiel der schmerzhaften Punkt auf der Ferse direkt massiert werden kann. Auch hier wieder nicht zu schmerzhaft arbeiten!

darüber hinaus natürlich

massieren und massieren lassen

und

Dehnen, dehnen und nochmals dehnen, und zwar minutenlang. Dazu findet man einiges im Internet.

und

Sensomotorische Einlagen,  z.B. Podologie. Damit wird das Fußbett verändert und nicht nur in der Fehlstellung fixiert.

Meine Kollegin, Andrea Müller (andrea.mueller.shiatsu@aon.at) berichtete folgendes:

 „Nun zu deiner Frage wegen Fersensporn: das ist eine komplexe Sache. In der akuten Anfangszeit, als wir uns im April ´14 gesehen haben, war die Kochlöffelstielmassage schon sehr hilfreich – sehr schmerzhaft aber das einzige, dass die extreme Blockade gelöst hat. Zusätzlich waren das Schlagen und die Ingwerkompressen hilfreich (schlagen tu ich zwischendurch noch immer wenn ich das Gefühl habe, dass sich da wieder was zusammenzieht). Außerdem hab ich stundenlang deinen Flumi benutzt (mach ich auch noch gelegentlich). Zusätzlich habe ich mir Übungen fürs Fußgewölbe zeigen lassen (mach ich auch noch) und eine ganz wichtige Sache ist das Dehnen der Achillessehne (ausgiebig!!). Was wirklich auch eine positiven Effekt hat, ist das Tragen von Schuhen mit höheren Absätzen, was für mich anfangs schon eine Herausforderung war – aber flache Schuhe tun weh. Nach einigen Wochen ist eine Besserung eingetreten, sodass ich jetzt nicht viel spüre, außer in der Früh beim Aufstehen und nach langem Sitzen. Für die Laufschuhe habe ich mir Silikonkeile besorgt – das funktioniert gut.“

und schließlich noch ein Nachtrag:

„Übrigens hab ich den Fersensporn seit ca. Weihnachten ´14 ganz losgekriegt – was mich sehr freut. Wenn ich viel Belastung hatte, dann tu ich nach wie vor die Achillessehne dehnen und auf Igelbällen balancieren und bisher hab ich keine Beschwerden.“

Helfen diese Tipps? Ich freue mich über Ihre Erfahrungen!