Sich (wieder) spüren lernen

Lernen Sie (wieder) Ihren Körper zu spüren und anzunehmen, Ihre Grenzen wahrzunehmen, Ihre Körperbotschaften zu hören und im Hier & Jetzt anzukommen.

Dauer, mitzubringen & Preis:

Dauer: 1 Stunde
mitzubringen: bitte nehmen Sie zwei Leintücher mit, eines für zudecken und eines für darauf liegen
Termine nach Vereinbarung
Stundenpreis siehe: www.aivilo.at/aivilo/stundenpreis/

Spüren lernen – Was ist das?

Sich zu spüren bedeutet bei sich zu sein, im Hier & Jetzt zu sein statt mit den Gedanken in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Sich zu spüren hilft in Alltagssituationen adäquat zu reagieren, statt Ausweichshandlungen bewusst oder unbewusst zu setzen (z.B. emotionales Essen, Smartphone-Nutzung in jeder freien Minute, unaufhörliche Gedankenkreise rund um ein bestimmtes Thema etc.).

Hier bekommen Sie einen Überblick, über das von mir eingesetzte Methodenrepertoire. Meiner Erfahrung nach braucht das Spüren bzw. das Entfalten von Gefühlen vor allem Raum, Zeit und Vertrauen. Diesen Raum biete ich Ihnen an durch meine achtsame Begleitung und meine Präsenz.

Spüren lernen können Sie einsetzten:

  • wenn Sie den Eindruck haben „total verkopft“ zu sein, wie wenn eine Trennlinie zwischen Kopf und Körper wäre
  • als Ergänzung zum (meist mentalen) Aufarbeiten von Themen in der Psychotherapie
  • wenn Sie ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper haben (z.B. bei Esssucht oder durch Trauma)
  • bei Ablehnung bestimmter Körperteile (z.B. Narbe nach Krebs-OP, Bauch nach Fehlgeburt, Bauch bei Esssucht)
  • um Gefühle auf körperlicher Ebene bearbeiten (z.B. Trauer, Zeit rennt davon etc.)
  • bei einem Leben auf „high-speed“ ohne Zeit die Bedürfnisse Ihres Körpers wahrzunehmen

Hier noch ein paar Hintergrundinfos:

Wenn wir vielleicht bereits des längerem von unserem Körper abgekoppelt leben, braucht es naturgemäß Zeit und Übung, um wieder in Kontakt mit ihm zu kommen. Deshalb ist es wichtig, beim Spüren lernen geduldig mit sich selbst zu sein. Denn möglicherweise gab es in Ihrem Leben wichtige Gründe, wenig oder nichts zu spüren. Dies kann ein wirksamer Schutz vor Verletzungen geistiger oder körperlicher Natur gewesen sein. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, dürfen Sie es sich gönnen, Ihre Gefühle in kleinen Dosen zuzulassen. Dadurch können Sie erfahren, ob Spüren heute für Sie sicher ist und gewinnen Mut, sich mehr und mehr auf Ihre Innenwelten einzulassen.

Falls sie von beängstigenden Gefühlen bedroht werden, wäre es ratsam, zunächst eine Therapeutin oder einen Therapeuten zu konsultieren. Für unsere Zusammenarbeit ist es notwendig, dass Sie psychisch stabil sind.

6 Gedanken zu „Sich (wieder) spüren lernen

  1. T.

    Liebe Olivia, ich danke Dir für Deine Einfühlsamkeit, Dein wunderbares Gespür für die geraden wichtigen Punkte im Leben (auch wenn die im ersten Moment gar nicht gerne gehört werden von mir) und Deine oft so weisen Worte. Danke, dass Du mich immer wieder in meinem Leben begleitest und mir immer wieder hilfst, zu mir zurückzufinden, wenn ich mich selbst nicht gut spüren kann. Ich habe schon so viel gelernt und erreicht

  2. B.

    Wollte mich nur noch einmal für die heutige Stunde bedanken . War wirklich gut und danke auch für die offenen Gespräche, ich finde es immer sehr nett und hilfreich, wenn du auch deine Geschichte ein bisschen teilst.
    Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt , schade dass ich so selten kommen kann, aber irgendwann wird sich hoffentlich wieder mal eine Möglichkeit ergeben .

  3. A.R.

    Liebe Frau Wollinger!

    Der gestrige Termin bei Ihnen war für mich etwas sehr besonderes. Ihre Art, ihre unglaubliche Aufmerksamkeit und Achtsamkeit im Umgang mit mir hat mich zutiefst bewegt und überwältigt. Es hat sehr vieles in mir in Bewegung gebracht und ich merke, wie vieles da da ist, dass in Bewegung gebracht werden möchte!

    Nachdem ich mich heute auch mit meiner Psychotherapeutin abgesprochen habe, und sie meinen Wunsch nach Körperarbeit sehr unterstützt, würde ich sehr gerne weitere Termine mit Ihnen vereinbaren.

    Könnten Sie sich auch vorstellen noch weitere Termine mit mir zu machen? Und wenn ja, ab wann hätten Sie denn Ressourcen frei?

    Freue mich von Ihnen zu hören!
    A.R.

  4. Olivia Wollinger

    Letztens erreichte mich oben abgebildete Karte mit folgenden Worten (die ich hier mit Rücksprache der Schreiberin wiedergeben darf):

    Liebe Olivia,
    vielen herzlichen Dank für Deine(e) Aufrichtigkeit, Vertrauen, Inspirationen, tröstenden Worte, Verständnis, Anteilnahme, Großartige Unterstützung, Ehrlichkeit.
    Ich weiß auch nicht genau warum, aber als ich diese Karte sah dachte ich sofort an mich – bei Dir in der Praxis – Du als liebenswerte Gärtnerin, die meine Seele zum blühen bringt! Danke für die bisherige Wegbegleitung „aus der Esssucht“. Durch das Seminar und durch die Einzelstunden bei Dir versuche ich die Esssucht anzunehmen, vor allem mich anzunehmen und ich vertraue darauf, dass die Esssucht gehen wird, wenn sie ihre Funktion erfüllt hat. Beste Grüße, M.

  5. Olivia Wollinger

    Liebe Petra,

    hab mich total gefreut von Dir zu hören und freu mich sehr sehr für Dich! 12 Kilo sind eine Menge und toll ist, dass sie sich über einen längeren Zeitraum stetig verabschiedet haben. Klingt schön dauerhaft 🙂 Herzlichen Glückwunsch im Nachhinein zum bestehen Deiner Diplompfrüfung! : -)))

    Ich danke Dir vielmals für Deine wertschätzenden und stärkenden Worte, Vielen vielen vielen Dank!!!

    Dein Gedicht hat mich berührt und es ist wirklich sehr treffend vielen Dank fürs Teilen!!

    Zum Thema Rückfall: Es wird sich die Definition von „Essanfall“ ändern. Z.B. manchmal nach einem schwierigen Tag kauf ich mir eine große Packung irgendwas, meist Schokokekse und iss die auf einen Sitz auf, meistens mache ich die Packung gleich nach dem Zahlen auf. Und das alles gleich statt einem Abendessen. Und immer eine schöne Klatsch Zeitschrift dazu. Danach hasse ich mich nicht mehr sondern ich genieße das benebelte Gefühl und genieße es zu lesen, dass die Stars auch so ihre Themen haben.

    Das definiere ich aber nicht mehr als Essanfall. Es hat auch nicht mehr diesen grauslichen schlingenden Charakter, es ist nicht mehr heimlich. Außerdem nicht mehr regelmäßig.

    Es ist … einfach und schlicht … GANZ NORMAL! 🙂

    Manchmal wenn es mir nicht gut geht kommen so alte Gedanken wieder, aber da kann ich mich mittlerweile schon rasch beruhigen, im Sinne von: „Vertraue, alles gut, schau gut auf Dich! Bleib stehen, mach langsamer. Was möchtest Du wirklich.“ Es geht darum, dem ganzen rasch den Symptom Charakter zu nehmen und sich liebevoll hinzuwenden.

    Und … unsere Lebensthemen bleiben, gerade wenn man sich viel damit beruflich beschäftigt. Nur wir gehen anders damit um. D.h. z.B. absolute Starre (wenn etwas gegen den Stricht geht) statt Essen oder sich einrollen und traurig sein statt essen und so weiter und so weiter. Das heißt: Esssucht frei sein heißt nicht ein Problemloses Leben zu führen. Aber keine Frage: Das Leben wird viel leichter und schöner wenn man nicht dauernd in der Esssucht hängt 🙂

    Ich wünsche Dir alles Liebe und Du weißt ja wie Du mich findest, wenn die Zeit wieder gekommen ist 🙂 Du bist jederzeit herzlich willkommen in meiner Praxis!

    Liebe Grüße,
    Olivia

  6. Petra

    Liebe Olivia!

    Meine Diplomprüfung ist inzwischen lange her (4 Monate) und ich hab mich seit du den Termin abgesagt hast nicht mehr bei dir gemeldet.
    Das hat wohl mehrere Gründe: Einerseits hab ich jetzt einfach viel weniger Zeit, andererseits aber auch viel weniger Geld (wegen meiner Fachausbildung) und drittens hab ich es vielleicht einfach nicht mehr gebraucht.

    Olivia, ich wollte mich bei dir bedanken. Für deine herzliche, ehrliche und empathische Art. Für dein Verständnis, deinen Respekt und dein Wohlwollen.
    Ich weiß nicht wie und warum es passiert ist (obwohl ich meine Vermutungen habe), aber irgendwie ist das Essen-Thema wohl gegessen. Klar gibt es Tage, an denen ich mich vor einem Rückfall fürchte, klar gibt es immer noch diese Unsicherheit, aber andererseits auch ganz viel Vertrauen, ins Leben und in mich.
    Ich hatte seit 3 Monaten keinen Fressanfall mehr und hab im letzten Jahr einfach so 12 Kilo abgenommen, den größten Teil in den letzten 2-3 Monaten. Und das Schönste: Ich muss nicht mehr dauernd ans Essen denken. Ich kann es genießen und spüre mich einfach so gut wie noch nie.
    Und daran bist du sicher nicht unbeteiligt.

    Gestern als ich daran gedacht habe dir zu schreiben, sind diese Worte aus meinem Kopf gepurzelt, die ich dir jetzt auch schreiben will:
    Ein falsches Wort
    ein kleiner Fehler
    bleibt im Kopf
    Gedankenquäler.

    Bald wird alles hinterfragt,
    in tiefen Zweifel gezogen
    bis das Herz noch mehr verzagt,
    war denn wirklich alles gelogen?

    Das Streben nach Perfektion
    ganz fehlerfrei zu sein
    führt letztlich nur zu Eigenhohn
    man ist zu sich selbst gemein.

    Wie auf einer Einbahnstraße
    läuft alles automatisch ab
    führt doch in eine Sackgasse
    dort wird dann das Leben knapp.

    Schluck es hinunter,
    mach dir nichts draus
    wirst wieder munter
    und kommst wieder raus.

    Warm und weich,
    viel, süß und fett
    sagst zu dir sogleich:
    Dann sei doch zu dir selber nett.

    Die Gedanken werden leise,
    schwächer wird die Quälerei,
    begibst dich auf eine Traumreise
    Gott sei Dank ists jetzt vorbei.

    Also Olivia!
    Vielen Dank – und wenn es meine zeitlichen und finanziellen Ressourcen ermöglichen, freu ich mich auf ein baldiges Wiedersehen!
    Petra

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