Buch: Essanfälle adé

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„Ist es möglich, sich von Essanfällen zu befreien?“ – „Ja, ist es! Ich habe es selbst erlebt!“

Olivia Wollinger beschreibt autobiografisch jene Schritte, die zu ihrem suchtfreien Essverhalten führten. Sie gibt offenherzig Einblick in ihren Erfahrungsschatz und teilt Erfolge ebenso wie Rückschläge. Mit nützlichen Informationen und alltagstauglichen Übungen hilft sie einfühlsam anderen Betroffenen, den eigenen Weg zum Wohlfühlgewicht zu finden.

Mag. Olivia Wollinger litt jahrelang an einer Essstörung. Als ihr dies bewusst wurde, begann ihre lebensverändernde Reise zur Selbsterkenntnis und Heilung. Heute begleitet sie Menschen mit Esssucht in ihrer Praxis in Wien, hält Workshops und bloggt auf www.aivilo.at.

290 Seiten, hier finden Sie eine Leseprobe

Das Taschenbuch kostet Euro 19,90 (Deutschland) und Euro 20,46 (Österreich), erhältlich über www.amazon.de. Das Buch ist auch in Englisch erhältlich: „Farewell to Binge Eating“.

 

Fragen von Leser/innen zum Inhalt des Buchs:

39 Gedanken zu „Buch: Essanfälle adé

  1. D.

    Hallo Frau Wollinger,

    ich möchte mich von ganzem Herzen für ihr Buch „Essanfälle ade“ bedanken.
    Ich bin mir sicher, dass dieses das richtige Werkzeug ist, um meine Essstörung voll ganz unter Kontrolle zu bekommen. Vorallem damit umzugehen und Schritt für Schritt ein Stückchen näher an MEIN Leben ohne Essanfälle zu gelangen.
    Seit meinem 13ten Lebensjahr leide ich bereits an Essstörungen, seit ca 3 Jahren hat sich meine Ess-Brech-Sucht zu einer überwiegenden Essucht entwickelt. Dies hatte natürlch auch den Auslöser, das ich immer mehr an Gewicht zunam und mich immer mehr dafür hasste und regelrecht daran verzweifelte, so selbstzerstörerisch zu sein.

    Aus einer endlosen Spirale in die Dunkelheit, habe ich für mich erkannt, das ich Alarmstufe Rot erreicht hatte und unbedingt Hilfe benötige.
    Über verschiedene Wege und Beratungen in Anlaufstellen für Essstörungen, anonyme Telefonate, Bücher, Internetauftritte etc habe ich bereits einige kleine Schritte geschafft und Erfolge sicherstellen können.

    Nur leider habe ich zu sehr auf einen Therapieplatz gehofft und warte mittlerweile schon über 8 Monate darauf…in letzter Zeit haben sich meine Esssanfälle wieder gehäuft und ich konnte es einfach nicht akzeptieren, mir nicht selber helfen zu können, wobei ich dann auch auf ihr Buch gestoßen bin. Ich habe es innerhalb von 3 Tagen verschlungen.

    Ich werde ihr KUNSTWERK als „Arbeitsbuch“ verwenden und somit ihrem Resümee und auf mich zu vertrauen: Ja, ich werde es schaffen!
    Ich bin 30 Jahre alt, über die Hälfte meines Lebens habe ich bereits mit mir zu kämpfen, dass das nicht schön ist brauche ich nicht zu erwähnen, umso mehr habe ich die Freude und die Hoffnung, das bald, Schritt für Schritt hinter mir zu lassen und den Kampf nicht gegen mich zu gewinnen, sondern für MICH.

    Daher: VIELEN DANK!!!!

  2. katja h.

    Liebe Frau Wollinger,

    herzlichen Dank für Ihren Mut und Ihre Kraft Ihr Buch zum Thema Essanfälle zu schreiben.
    Ich selbst stehe am Anfang einer Bulimietherapie nach 16 Jahren Leidensweg.
    Ihre Schilderungen waren bewegend und authentisch
    zum ersten Mal in meinem Leben habe mich verstanden gefühlt. Es hat mir Mut, Kraft
    Und den Willen gegeben meinen eigenen Weg zu gehen. Vielmehr habe ich auch endlich die Auslõser verstehen können.

    Herzlichen Dank und Alles Gute!
    Ein tolles emotionales Buch, das Betroffenen
    Einfühlsam auch die dunklen Momente zu verstehen lernt.

    Liebe Grüsse
    Katja H.

  3. Elli

    Ihr Buch Essanfälle ade , ist wirklich ganz toll! Es hat mir so gut getan es zu lesen! Man fühlt sich plötzlich nicht mehr so alleine und anders…. So schnell hab ich noch nie ein buch zu Ende gelesen! Vielen Dank dafür!

  4. Lucie

    Liebe Frau Wollinger, ich habe soeben die Lektüre Ihres Buches abgeschlossen und bin zutiefst dankbar für die ehrlichen und intimen Einblicke in Ihren eigenen Umgang mit Essanfällen. Die biographischen Einschübe haben mir ermöglicht, mich wirklich wiederzuerkennen. Insofern schenkt mir ihr Buch unendlich viel Hoffnung, wenn ich natürlich auch noch sehr nervös bin, was die Essverhaltens-Zukunft für mich bereit hält. In Ihrem Buch und den Büchern von Geneen Roth glaube ich, eine wunderbare Quelle zu einem liebevolleren Umgang mit mir Selbst gefunden zu haben – etwas, von dem mir bereits dämmerte, dass ich es dringend brauche, aber von dem ich nie wusste, wie ich es erreichen kann. Sie bieten konkrete praktische Übungen, die leicht umzusetzen sind und dennoch unendlich gut tun. Ich praktiziere einige davon sowie das intuitive Essen nun seit etwa 2 Monaten und genieße das Essen und auch das alltägliche Leben nur durch die Verschiebung des Fokus auf das Positive bereits so viel mehr, wenn natürlich auch bei Weitem noch nicht alles perfekt ist. Insofern kann ich meinem Essensproblem vielleicht schon jetzt ein klein wenig dafür danken, dass es ein wenig mehr Nettigkeit in mein Leben gebracht hat, auch wenn es schwerfällt. Ihnen danke ich für Ihre herzliche und wohlwollende Schreibweise. Ich hatte den Eindruck, Sie halten nichts zurück, was auch nur irgendwie hilfreich sein könnte, selbst wenn es delikate Sachverhalte sind oder sogar Methoden und Übungen, die Sie in Ihrer Praxis rentabler verkaufen könnten. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute! Eine beeindruckte und berührte Leserin

  5. Anne Jüster

    Liebe Olivia,
    seit gestern Abend lese ich in deinem Buch und bin mehr und mehr von deinem Mut beeindruckt. Ich habe zwei Geschwister und eine Mutter mit Essstörungen. Und ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass ich als am Rande Beteiligte durch deinen Bericht Hilfe bekommen kann im Umgang mit meiner Familie. Nahrung ist überlebenswichtig! Ich sehe dein Buch als Nährmittel von hoher Qualität mit grosser Genussgarantie.
    Anne aus Berlin

  6. S.

    Nach der Lektüre von deinem Buch saß ich gestern mit meiner Schwester im Cafe und entschuldigte mich bei ihr, weil sie so in ihren Zwanzigern essgestört war und ich das gar nicht genug gesehen und ernst genommen habe. Jetzt, 35 Jahre später, erzählt sie mir, dass sie im Supermarkt immer Magerquark und Knäckebrot gekauft hat. Sie hat sich außerdem eine Familienpackung Bounty (Kokos mit Schokolade) genommen, die aber schon im Supermarkt aufgegessen, und das Papier versteckt, weil sie nicht an der Kasse mit diesem Bounty gesehen werden wollte! Dein Buch half mir, sie zu verstehen.

  7. Olivia Wollinger Artikelautor

    Aus dem Skriptum „Zwanghaftes Essen – Wege aus dem Teufelskreis“, das ich im Jahr 2000 verfasste, entstand 2015 das Buch „Essanfälle adé“. Heute bekam ich dafür die erste Rezension, die ich hier mit Rücksprache der Verfasserin anonym posten darf:

    Liebe Frau Wollinger

    Ich habe soeben Ihr Buch fertig gelesen! Sie haben damit ein wirklich inspirierendes und berührendes Werk geschaffen..DANKE für das Teilen Ihrer Gedanken und Gefühle, ich selber fühle mich dadurch verstanden und habe seit langem wieder die Hoffnung eines Tages ohne Essanfälle zu sein.

    Das Buch ist echt einfach toll…liest sich total authentisch und spannend!

    Besonders toll finde ich das Kapitel 2, 5 und 6. Habe mir daraus vieles in mein Tagebuch geschrieben, welches ich neuerdings schreibe 😉 Die Anregungen für den liebevollen Umgang mit sich selber finde ich extrem hilfreich, ebenso wie man die Essanfälle anschauen könnte um sich damit weniger zu verurteilen.

    Nochmals vielen Dank für das Aufschreiben Ihrer Geschichte und Genesung! Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg mit dem Buch und hoffe sehr, Ihrem Vorbild folgen zu können und dabei meinen eigenen Weg zu entdecken und finden!

    Liebe Grüsse
    A.M.

  8. Olivia Wollinger

    Liebe Frau H.,

    vielen lieben Dank für Ihre freundliche Mail!

    Ja, kleine Schritte sind sehr wichtig, denn man kann nichts von heute auf morgen lernen, schon gar kein neues Verhalten.

    Wegen dem Austausch:

    Es ist so so wichtig, sich zu trauen darüber zu sprechen um die Scham vor dem eigenen Verhalten zu verlieren. Ich kann Ihnen sehr sehr ans Herz legen, sich Hilfe in Form von therapeutischer Hilfe zu suchen. Sich ganz alleine da hinaus zu wurschteln ist sehr schwer und kann ich nicht empfehlen.

    Für Austausch mit Gleichgesinnten kann ich Ihnen folgendes empfehlen:

    Eine ehemalige Workshop Teilnehmerin hat folgende geschlossene Facebook Gruppe:

    https://www.facebook.com/groups/276147365855122/?fref=ts

    Weiters gibt es http://www.hungrig-online.de/forum/ubbthreads.php/ubb/cfrm
    Da finden Sie bestimmt Gleichgesinnte. Ich fände sogar eine Kategorie z.B. „Esssucht bei 35 plus“ sinnvoll, vielleicht möchten Sie das ja anregen.

    Im November ist unser nächster Workshop, da gibt es natürlich auch viel Austausch 🙂

    Herzliche Grüße,
    Olivia Wollinger

  9. H.

    Liebe Frau Wollinger,

    sehr gerne sende ich Ihnen eine Rückmeldung zu Ihrem Script! Ich habe große Hoffnung mit dieser Hilfe und Ihrer Internetseite endlich meine lebenslange Essstörung zu überwinden.
    Es ist sehr praxisbezogen und lebensnah und zeigt Ihre große Erfahrung mit dem Thema.
    Besonders die Strategie der kleinen Schritte finde ich ermutigend, denn sie nimmt den Druck und die Angst sich nie mehr ins Essen flüchten zu dürfen.
    Mir ist nun vollends klar, dass es um ein Suchtverhalten geht und dass ich alternative Verhaltensweisen finden muss, die mich trösten und beruhigen, so wie es das Essen tut aber einen enormen Leidensdruck verursacht..

    Danke,dass Sie soviel von sich preisgeben und so gute Hilfestellungen vermitteln.
    Ich habe mich bis jetzt niemand anvertraut, würde mir aber einen Kontakt zu einer Gleichgesinnten wünschen, um endlich mal mit einem Menschen über das Problem reden zu können.
    Ich bin 50 Jahre, habe 1-3 mal pro Woche Essanfälle ohne Erbrechen, kompensiere mit Nordic walking bei einem BMI von 18,5.
    Könnte ich über Sie eine Person finden, die sich per E-mail austauschen möchte?

    Nochmals vielen Dank,
    H.

  10. Nodrrseemöwe

    Ich habe mir die Leseprobe angeschaut und bin sehr beeindruckt von Ihrer Offenheit, Ihrer Ehrlichkeit und Ihrem Willen, andere Menschen zu unterstützen. Ich selbst habe mir seitdem eingestanden, essgestört zu sein. Ich möchte den steinigen aber heilenden Weg gehen und lasse mir darum voller Neugier Ihr Dokument zuschicken. Herzlichen Dank für Ihre einsichtsvollen Worte.

  11. Momo

    Liebe Frau Wollinger,

    ganz, ganz herzlichen Dank für die schnelle Zusendung des Textes. Sie haben mir damit gestern einen sehr friedlichen Abend beschert, nachdem ich mich zuvor beim Lesen auf Ihrer Homepage plötzlich in einem heftigen Weinkrampf wiederfand und dadurch erst realisierte, wie sehr ich mich quäle, beschränke, bestrafe, Hoffnung schöpfe, sie wieder verliere usw. Und das alles nur, um ein bestimmtes Bild erfüllen zu können, das ich meine, erfüllen zu müssen.

    Ihr Text hat unglaublich gut getan. Ich glaube, am meisten tat es mir gut, Ihre ehrlichen Erfahrungsberichte zu lesen und mich in den Abläufen wiederzufinden, bzw. vor allem mit Erleichterung festzustellen, dass es auch andere Menschen gibt, die Essattacken haben, bei denen man es gar nicht denken würde. Ich glaube, dieses Doppelleben und die mit der Sucht verbundenen Scham- und Ekelgefühle sind wohl einer der belastendsten Teile des Binge Eatings.
    Ich bewundere es und bin so dankbar dafür, dass Sie Ihre eigenen Erfahrungen so offen teilen. Ihr Text war der erste Text zu diesem Thema, der mir geholfen hat. Man spürt, dass Sie am eigenen Körper erfahren haben, was dieser ganze Teufelskreis bedeutet und wie es sich anfühlt, wenn man sich mit Ekel und Scham dem “Schlachtfeld” der letzten Essattacke stellen muss.
    Ich werde nun versuchen, mich mit Hilfe Ihrer Worte zurück auf einen liebevolleren Weg zu begeben und wieder besser zu mir und meinem Körper zu sein.
    Nochmals ganz herzlichen Dank und alles Gute für Sie.

  12. C.

    Liebe Olivia,
    herzlichen Dank , dass Sie mir pdf so schnell gesendet haben. Ich habe frei und habe schon alles gelesen. Ich bin einfach von vielen hilfreichen Gedanken begeistert, die mich angesprochen habe und mit den ich viel anfangen kann. Ich habe schon einige Bücher in diese Richtung gelesen und war auch in einer Selbsthilfegruppe nach den 12-Schritten-Programm. Ich habe vor wieder in die Gruppe zu gehen. Trotzdem Ihre praktische Schritte sind für mich von großer Bedeutung. Man merkt, dass Sie dass aus eigener Erfahrung rüberbringen und dass Sie wissen wovon Sie reden. Es ist schlicht, einfach, ehrlich und aus der Erfahrung geschrieben. Vielen Dank auch dafür.
    Ich wohne ca. 1000 km von Wien entfernt in Nord Deutschland. Es steht bei mir auf den Wunschzettel nach Wien zu fliegen und Wien ein wenig kennen lernen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich meine Reise nach Wien mit einem Ihrer Workshops verbinden werden.
    Ich wünschen Ihnen alles Gute und dass Sie weiter vielen Menschen Mut machen und helfen sich selber zu finden bzw. die Esssucht als ein großes Geschenk anzunehmen.

  13. S.

    Vor circa 1 Jahr habe ich Deine Schriftenreihe bestellt. Da sie mich sehr angesprochen hat, habe ich sie in einem Ruck gelesen. Dann immer wieder einmal, scheibchenweise oder auszugsweise. Eine ganze Weile passierte gar nichts. Eigentlich war es auch nichts neues, was ich in Deiner Schriftenreihe gelesen hatte, nur aus einem anderen Blickwinkel. Nämlich aus einer ehemaligen Betroffenen. Ich versuchte, die darin enthaltenen Ratschläge umzusetzen, leider gelang es mir erst überhaupt nicht, dann phasenweise sehr gut und dann kamen immer wieder Rückschläge. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass ich alles auf einen Schlag perfekt und richtig machen wollte. Das ging natürlich in die Hose. Also dümpelte ich so dahin, mal bergauf, mal wieder bergab und mal den absoluten Tiefpunkt. Aber egal wie schlecht es mir nächsten Tag ging, egal wie groß der „Fettkater“ am nächsten Morgen war, ich habe mir gesagt, dass heute ein neuer Tag ist und ich habe mich nicht selbst fertiggemacht. Nicht nach hinten, sondern nach vorne geschaut. Immer wieder, und immer wieder von vorne.
    Dann im Herbst bekam ich starke Magenschmerzen und es ging mir schlecht. Aber trotzdem schleppte ich mich zu Arbeit und gab überall meine 100 %. Bis ich buchstäblich zusammenbrach und eine Gallen-OP unausweichlich war. Im Krankenhaus fühlte ich mich erstaunlicherweise gut aufgehoben, ich brauchte nicht zu kochen und mich um nichts kümmern. Das Essen war lecker. Essanfälle gab es dort natürlich nicht. Im Anschluss war ich noch 6 Wochen zu Hause, da es einige Komplikationen gab und trotz aller Schmerzen begann ich, die freie Zeit zu genießen. Ganz vorsichtig. Erst hatte ich Angst, wie wird es wohl, den ganzen Tag in der Nähe des Essens zu Hause zu sein. Aber dann habe ich viel im Internet nach Rezepten gesucht und habe angefangen zu kochen und bin zum Markt gegangen und habe die Zutaten eingekauft. Das Kochen war völlig ohne Druck, völlig entspannt, es war ja auch niemand zu Hause tagsüber. Und es hat Spaß gemacht. Natürlich gab es auch Gerichte, die nicht geschmeckt haben, aber das konnte ich ganz gut weg stecken. Meine Familie hat sich über das warme Essen gefreut. Dann begann ich nachzudenken, über den Job und überhaupt über den ganzen Stress, den ich mir gemacht habe. Und über mich. Über die Essanfälle und was wohl dahinter steckt. Sie waren zwar noch da, aber die Mengen hatten sich verringert und die Abstände vergrößert. Es ratterte ganz doll in meinem Kopf und das erste Mal konnte ich die Dinge mit einem gewissen Abstand betrachten. Ich schrieb viel auf, da es erleichternd für mich wirkte. Als ich dann wieder zur Arbeit gegangen bin, hab ich alles ruhiger angehen lassen. Das ist noch heute so, sicherlich gibt es Tage, da läuft alles schief, aber insgesamt mache ich mich nicht mehr so verrückt und versuche, alles etwas gelassener zu sehen. Dinge die ich nicht ändern kann, darüber muss ich micht nicht mehr den ganzen Tag aufregen.
    Dann keimte der Wunsch in mir auf, dass ich mich verändern möchte – und zwar äußerlich. Ich suchte mir einen neuen Friseur und veränderte meine Frisur und die Haarfarbe. Der Erfolg war grandios. Die blonden Strähnen war ich los, statt dessen war ich nun brünett. Ich wurde auf Arbeit angesprochen, wie toll ich aussah und auf der Straße schauten mir Männer hinterher. Erst dachte ich, ich habe etwas furchtbares an mir oder Essensreste im Mundwinkel, dass die gucken. Bis mir klar wurde, dass die Männer schauen, weil ich gut aussah. Dann begann ich langsam, mich in meinem Körper wohl zu fühlen. Ich schminkte mich mehr und es machte mir Freude, mich fraulich zu kleiden. Das erste Mal in meinem Leben habe ich mir die Zehnägel lackiert und ich begann, mir Zeit für meine Körperpflege zu nehmen. Etwas völlig neues, da mein Körper ja früher nicht perfekt war und demnach brauchte ich auch nicht gut zu ihm zu sein oder ihn liebevoll zu pflegen.
    Und ich genoß es, ich begann zu flirten. Etwas ganz ganz Neues. Das kannte ich nicht. Unfassbar. Und das unfassbare war, dass ich plötzlich gerne eine Frau war. Plötzlich sah ich auch meinen Freund mit anderen Augen. Jahrelang hatte er Geduld mit mir, mit meinen Problemen und all meinen Figurproblemen. So unglaublich geduldig war er. Und er ist immer noch bei mir und liebt mich. Ist das nicht ein wunderbares Geschenk, was ich erst jetzt erkenne? Als wir zum Jahreswechsel dieses Jahr einen Kurzurlaub mit der Famile machten, geschah „es“. Wir waren auf einer kleinen Sylvester-Strandparty und ich trank etwas Sekt. Und urplötzlich bekam ich Lust. Unglaubliche Lust auf meinen Freund. Erst dachte ich, das liegt an dem Alkohol, aber die Lust wurde immer stärker, so dass ich mich beherrschen musste, ihn nicht in das nächste Gebüsch zu ziehen. Ich schaffte es gerade noch in unser Hotelzimmer und ich fiel buchstäblich über ihn her. Und alles brach aus mir heraus, alles was sich seit Jahren in mir angesammelt hatte, schwemmte heraus. Ich erlebte unfassbares und mein Freund war ziemlich sprachlos (aber im positiven Sinne…!). Und ich erlebte „es“ völlig neu. Ich verliebte mich in meinen Freund neu (nach 15 Jahren) und ich hatte das Gefühl, dass es – wie es jetzt ist – eigentlich hätte am Anfang sein sollten. Ich googelte im Internet, da ich tausend Fragen hatte. Ich kam mir vor, wie ein Teenager, der gerade erst aufgeklärt wurde. Aber nein, ich entdeckte erst jetzt meine eigene Lust und meinen Körper. Wie wunderbar. Und irgendwann viel mir auf, dass ich gar keine Anfälle mehr hatte. Unfassbar, ohne dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe. Meine Mitmenschen sprachen mich an, was mit mir geschehen ist, da ich so toll aussehe, was ich gemacht habe. Ich kann diese Frage auch gar nicht beantworten. Mir geht es einfach gut. Das erste Mal in meinem Leben geht es mir gut und zwar von innen heraus. Von ganz tief innen aus meiner Körpermitte. Ich fühle und spüre mich – auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe, dann fühle ich in mich herein und frage mich, warum war der Tag heute so blöd und was ich möchte. Ich esse, worauf ich Lust habe, ich achte nicht mehr auf Uhrzeiten oder Kohlehydrate oder irgend etwas. Wenn ich Lust auf Süßes habe, dann esse ich. Aber mehr als 4 Stücken sind es meistens nicht. Wenn ich heute einen „Anfall“ habe, handelt es sich tatsächlich um ein paar Bissen oder eine halbe Semmel, die ich über die Sättigung hinaus esse, weil es so lecker ist. Meinen Hunger spüre ich und ja, ich spüre auch die Sättigung. Ich dachte erst, bei mir gibt es so etwas nicht, aber es gibt es. Da es ein ganz feines und leises Gefühl ist, musste ich erst erst wieder erkennen lernen. Aber ja, es ist da.
    Als ich Deinen Bericht gelesen habe, dachte ich, dass ich das alles nicht erreichen kann. Und nun bin ich tatsächlich auch an diesem Punkt und ich fange endlich an, zu leben. Mir geht es so wunderbar, dass ich mich freue, wenn ich mich morgens mein Gesicht im Spiegel sehe. Ich schaue meinen ganzen Körper im Spiegel an und finde ihn schön. Das erste Mal in meinem Leben will ich einen Bikini tragen. Scheiß egal, dass ich nicht 90/60/90 Maße habe, interessiert mich überhaupt nicht, aber ich gehe mir einen Bikini kaufen. In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie getraut, einen Bikini zu tragen. Jetzt möchte ich es und ich werde mir diesen Wunsch erfüllen. Und Sport mache ich, weil es mir Spaß macht. Ich gehe viel schwimmen, nicht wegen der Kalorien, sondern weil es mir Freude macht. Und habe ich mal keine Lust, dann gehe ich halt nicht. Einfach so, ohne Druck und ohne irgendwelche Trainingspläne und ohne Zeitvorgaben. So habe ich mir mein Leben eigentlich immer vorgestellt und ja, ich bin endlich ich selbst und fang an, endlich mein Leben zu leben und zu genießen. Dass ich dafür erst 45 Jahre alt werden musste, ist mir egal. Hauptsache, ich fange jetzt an.

    ich hatte mal vor ein paar Jahren eine Therapie. Trotz dass ich angegeben habe, dass ich ein Essproblem hat, wurde das Essen an sich nicht thematisiert, es ging hauptsächlich um meine Kindheit, wie ich aufwuchs, was mir seitens meiner Eltern vorgelebt wurde. Hier gab es viele Parallelen für mein Verhalten. Dabei kam heraus, dass ich eigentlich gar nicht gelernt hatte, wie man eine Beziehung führt, nie gelernt hatte Probleme zu lösen, da mir immer alles abgenommen wurde. Ich habe das Verhalten meiner Mutter praktisch 1/1 übernommen (eigene Bedürfnisse zurückstecken, immer für Familie da sein, über Probleme nicht reden, nicht herumjammern etc.). Erst dachte ich, die Therapie hat mir nichts gebracht, aber heute glaube ich, dass sie schon ein Schritt in die richtige Richtung war. Vielleicht fügten sich deshalb auch irgendwann alle Puzzleteile zusammen. Den Rest habe ich mir aber dann praktisch selbst erarbeitet und herausgefunden.

  14. S.

    Guten Abend liebe Olivia,
    vor circa einem Jahr bestellte ich Deine Schriftenreihe. Und ich möchte Dir heute gerne schreiben, wie es mir ergangen ist. Du kannst es auch gerne veröffentlichen – ohne Namen bitte. Ich bin so glücklich und möchte Dir danken, da Deine Schriftenreihe mir tatsächlich nachhaltig geholfen hat. Es war der Schubs in die richtige Richtung. Aber lies selbst, wie es mir ergangen ist. Mein Leidensweg begann mit ca. 17/18 Jahren – heute bin ich 45….!
    Viele liebe Grüße sendet Dir S. 🙂

    *****
    Vor circa 1 Jahr habe ich Deine Schriftenreihe bestellt. Da sie mich sehr angesprochen hat, habe ich sie in einem Ruck gelesen. Dann immer wieder einmal, scheibchenweise oder auszugsweise. Eine ganze Weile passierte gar nichts. Eigentlich war es auch nichts neues, was ich in Deiner Schriftenreihe gelesen hatte, nur aus einem anderen Blickwinkel. Nämlich aus einer ehemaligen Betroffenen. Ich versuchte, die darin enthaltenen Ratschläge umzusetzen, leider gelang es mir erst überhaupt nicht, dann phasenweise sehr gut und dann kamen immer wieder Rückschläge. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass ich alles auf einen Schlag perfekt und richtig machen wollte. Das ging natürlich in die Hose. Also dümpelte ich so dahin, mal bergauf, mal wieder bergab und mal den absoluten Tiefpunkt. Aber egal wie schlecht es mir nächsten Tag ging, egal wie groß der „Fettkater“ am nächsten Morgen war, ich habe mir gesagt, dass heute ein neuer Tag ist und ich habe mich nicht selbst fertiggemacht. Nicht nach hinten, sondern nach vorne geschaut. Immer wieder, und immer wieder von vorne.
    Dann im Herbst bekam ich starke Magenschmerzen und es ging mir schlecht. Aber trotzdem schleppte ich mich zu Arbeit und gab überall meine 100 %. Bis ich buchstäblich zusammenbrach und eine Gallen-OP unausweichlich war. Im Krankenhaus fühlte ich mich erstaunlicherweise gut aufgehoben, ich brauchte nicht zu kochen und mich um nichts kümmern. Das Essen war lecker. Essanfälle gab es dort natürlich nicht. Im Anschluss war ich noch 6 Wochen zu Hause, da es einige Komplikationen gab und trotz aller Schmerzen begann ich, die freie Zeit zu genießen. Ganz vorsichtig. Erst hatte ich Angst, wie wird es wohl, den ganzen Tag in der Nähe des Essens zu Hause zu sein. Aber dann habe ich viel im Internet nach Rezepten gesucht und habe angefangen zu kochen und bin zum Markt gegangen und habe die Zutaten eingekauft. Das Kochen war völlig ohne Druck, völlig entspannt, es war ja auch niemand zu Hause tagsüber. Und es hat Spaß gemacht. Natürlich gab es auch Gerichte, die nicht geschmeckt haben, aber das konnte ich ganz gut weg stecken. Meine Familie hat sich über das warme Essen gefreut. Dann begann ich nachzudenken, über den Job und überhaupt über den ganzen Stress, den ich mir gemacht habe. Und über mich. Über die Essanfälle und was wohl dahinter steckt. Sie waren zwar noch da, aber die Mengen hatten sich verringert und die Abstände vergrößert. Es ratterte ganz doll in meinem Kopf und das erste Mal konnte ich die Dinge mit einem gewissen Abstand betrachten. Ich schrieb viel auf, da es erleichternd für mich wirkte. Als ich dann wieder zur Arbeit gegangen bin, hab ich alles ruhiger angehen lassen. Das ist noch heute so, sicherlich gibt es Tage, da läuft alles schief, aber insgesamt mache ich mich nicht mehr so verrückt und versuche, alles etwas gelassener zu sehen. Dinge die ich nicht ändern kann, darüber muss ich micht nicht mehr den ganzen Tag aufregen.
    Dann keimte der Wunsch in mir auf, dass ich mich verändern möchte – und zwar äußerlich. Ich suchte mir einen neuen Friseur und veränderte meine Frisur und die Haarfarbe. Der Erfolg war grandios. Die blonden Strähnen war ich los, statt dessen war ich nun brünett. Ich wurde auf Arbeit angesprochen, wie toll ich aussah und auf der Straße schauten mir Männer hinterher. Erst dachte ich, ich habe etwas furchtbares an mir oder Essensreste im Mundwinkel, dass die gucken. Bis mir klar wurde, dass die Männer schauen, weil ich gut aussah. Dann begann ich langsam, mich in meinem Körper wohl zu fühlen. Ich schminkte mich mehr und es machte mir Freude, mich fraulich zu kleiden. Das erste Mal in meinem Leben habe ich mir die Zehnägel lackiert und ich begann, mir Zeit für meine Körperpflege zu nehmen. Etwas völlig neues, da mein Körper ja früher nicht perfekt war und demnach brauchte ich auch nicht gut zu ihm zu sein oder ihn liebevoll zu pflegen.
    Und ich genoß es, ich begann zu flirten. Etwas ganz ganz Neues. Das kannte ich nicht. Unfassbar. Und das unfassbare war, dass ich plötzlich gerne eine Frau war. Plötzlich sah ich auch meinen Freund mit anderen Augen. Jahrelang hatte er Geduld mit mir, mit meinen Problemen und all meinen Figurproblemen. So unglaublich geduldig war er. Und er ist immer noch bei mir und liebt mich. Ist das nicht ein wunderbares Geschenk, was ich erst jetzt erkenne? Als wir zum Jahreswechsel dieses Jahr einen Kurzurlaub mit der Famile machten, geschah „es“. Wir waren auf einer kleinen Sylvester-Strandparty und ich trank etwas Sekt. Und urplötzlich bekam ich Lust. Unglaubliche Lust auf meinen Freund. Erst dachte ich, das liegt an dem Alkohol, aber die Lust wurde immer stärker, so dass ich mich beherrschen musste, ihn nicht in das nächste Gebüsch zu ziehen. Ich schaffte es gerade noch in unser Hotelzimmer und ich fiel buchstäblich über ihn her. Und alles brach aus mir heraus, alles was sich seit Jahren in mir angesammelt hatte, schwemmte heraus. Ich erlebte unfassbares und mein Freund war ziemlich sprachlos (aber im positiven Sinne…!). Und ich erlebte „es“ völlig neu. Ich verliebte mich in meinen Freund neu (nach 15 Jahren) und ich hatte das Gefühl, dass es – wie es jetzt ist – eigentlich hätte am Anfang sein sollten. Ich googelte im Internet, da ich tausend Fragen hatte. Ich kam mir vor, wie ein Teenager, der gerade erst aufgeklärt wurde. Aber nein, ich entdeckte erst jetzt meine eigene Lust und meinen Körper. Wie wunderbar. Und irgendwann viel mir auf, dass ich gar keine Anfälle mehr hatte. Unfassbar, ohne dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe. Meine Mitmenschen sprachen mich an, was mit mir geschehen ist, da ich so toll aussehe, was ich gemacht habe. Ich kann diese Frage auch gar nicht beantworten. Mir geht es einfach gut. Das erste Mal in meinem Leben geht es mir gut und zwar von innen heraus. Von ganz tief innen aus meiner Körpermitte. Ich fühle und spüre mich – auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe, dann fühle ich in mich herein und frage mich, warum war der Tag heute so blöd und was ich möchte. Ich esse, worauf ich Lust habe, ich achte nicht mehr auf Uhrzeiten oder Kohlehydrate oder irgend etwas. Wenn ich Lust auf Süßes habe, dann esse ich. Aber mehr als 4 Stücken sind es meistens nicht. Wenn ich heute einen „Anfall“ habe, handelt es sich tatsächlich um ein paar Bissen oder eine halbe Semmel, die ich über die Sättigung hinaus esse, weil es so lecker ist. Meinen Hunger spüre ich und ja, ich spüre auch die Sättigung. Ich dachte erst, bei mir gibt es so etwas nicht, aber es gibt es. Da es ein ganz feines und leises Gefühl ist, musste ich erst erst wieder erkennen lernen. Aber ja, es ist da.
    Als ich Deinen Bericht gelesen habe, dachte ich, dass ich das alles nicht erreichen kann. Und nun bin ich tatsächlich auch an diesem Punkt und ich fange endlich an, zu leben. Mir geht es so wunderbar, dass ich mich freue, wenn ich mich morgens mein Gesicht im Spiegel sehe. Ich schaue meinen ganzen Körper im Spiegel an und finde ihn schön. Das erste Mal in meinem Leben will ich einen Bikini tragen. Scheiß egal, dass ich nicht 90/60/90 Maße habe, interessiert mich überhaupt nicht, aber ich gehe mir einen Bikini kaufen. In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie getraut, einen Bikini zu tragen. Jetzt möchte ich es und ich werde mir diesen Wunsch erfüllen. Und Sport mache ich, weil es mir Spaß macht. Ich gehe viel schwimmen, nicht wegen der Kalorien, sondern weil es mir Freude macht. Und habe ich mal keine Lust, dann gehe ich halt nicht. Einfach so, ohne Druck und ohne irgendwelche Trainingspläne und ohne Zeitvorgaben. So habe ich mir mein Leben eigentlich immer vorgestellt und ja, ich bin endlich ich selbst und fang an, endlich mein Leben zu leben und zu genießen. Dass ich dafür erst 45 Jahre alt werden musste, ist mir egal. Hauptsache, ich fange jetzt an.

  15. Olivia Wollinger

    Sehr geehrter Herr M.,

    danke für Ihre Mail. Es tut mir leid zu hören, dass es Ihnen mit sich so schlecht geht. Es ist schlimm, wenn man mit sich selbst so gar nicht auskommt. Toll, dass Sie trotzdem noch nicht aufgegeben haben und im Internet nach Lösungen suchen.

    Es stimmt, der Weg aus der Esssucht kann einen wirklich verzweifeln und richtig wütend werden lassen. Ich lese in Ihrer Mail einige Anmerkungen zu meiner Arbeit, die ich gerne kommentieren möchte:

    „Was mich jedoch stört ist das drumherumgelaber. Jeder der ne Fressucht hat weiss wie es sich anfühlt also total sinnlos das so zu umschreiben“:

    Ich kann nur vermuten, dass sich hinter Ihrer Anmerkung der Wunsch versteckt nach einer konkreten Anleitung aus Ihrer Esssucht. Diese kann ich Ihnen leider nicht anbieten. Esssucht funktioniert leider nicht so wie eine technische Anleitung: „Mache das dann das und fertig ist das Teil.“ Es ist vielmehr ein trial and error Prozess. Man sucht und findet Anregungen, Übungen, setzt sie um, probiert, schaut immer mehr dahinter, versteht immer mehr, nimmt sich immer mehr an, führt Gespräche, hat ein paar „aha“ Erlebnisse, gewinnt neue Ideen. Schritt für Schritt. Wichtig ist umsetzten und ausprobieren. Hunger und Sättigung spüren hat sehr viel mit Übung zu tun. Es ist wie das Lernen vom kleinen einmaleins. Das ging auch nicht von heute auf morgen.

    Und dahinter steckt, dass das Essen uns hilft mit unseren Gefühlen, die wir nicht aushalten können, umzugehen. Diese Gefühle müssen Schritt für Schritt angesehen werden. Wichtig ist dafür meiner Erfahrung nach Begleitung. Um Psychotherapie kommt man üblicherweise nicht herum.

    In folgenden Blog Einträgen finden Sie einige konkrete Übungen und Anregungen:

    http://www.aivilo.at/2009/12/30/wege-aus-dem-teufelskreis-esssucht/
    http://www.aivilo.at/2013/01/25/abnehmen-ohne-diat/
    http://www.aivilo.at/2012/06/26/nur-bei-hunger-essen-und-gleichzeitig-essanfall-zulassen/

    Sehr empfehlen kann ich Ihnen darüber hinaus die Bücher von Geneen Roth.

    Mein Blog ist darauf ausgelegt zu informieren. Meine Erfahrung ist, dass sich viele Menschen freuen, wenn sie merken: Ah, anderen geht es genauso wie mir. Es tut ihnen gut, wenn sie merken, „ich bin nicht alleine“.

    Weiters ist es nach meiner Erfahrung extrem wichtig für den Ausstieg aus der Esssucht das Wesen der Esssucht zu verstehen. Also wirklich zu verstehen. Anzuerkennen, dass man sie auch braucht, sosehr man sie hasst. Zu wissen dass das Essen nur das Symptom ist. Wir wollten die Esssucht immer weg haben, weg machen, loswerden, wir denken wir kennen die Esssucht, doch wir schauen sie nie richtig an weil wir sie eben so hassen. In Wahrheit hilft uns die Esssucht – nämlich mit Gefühlen umzugehen, die wir nicht aushalten. Wie schwierig ist es, Gefühle wie Traurigkeit, Einsamkeit, Orientierungslosigkeit etc. auszuhalten. Wie schwer ist es, diese Gefühle anzusehen, aufzuarbeiten, in geregelte Bahnen zu leiten, Änderungen im Leben vorzunehmen. Da ist es relativ „einfacher“ seine Gedanken rund um das Essen drehen zu lassen.

    Weiters habe ich die Erfahrung gemacht, dass eben die meisten eben nicht wissen, wie sich die Fressucht ANFÜHLT. Ok, da kommen Worte wie „sinnlos“, manchmal „scheiße“ aber das sind keine GEFÜHLE. Wie fühlt sich die Scham an? Der Selbsthass? Wo genau im Körper ist das Gefühl zu beobachten? Wie ist es, dieses Gefühl auszuhalten statt herunterzufressen? Dies auf einer Webseite zu vermitteln ist schwierig bis unmöglich. Dafür gibt es die Einzelarbeit.

    „dann der erste Link der ,wie ich hoffte, dazu führt was man nun dagegen tun kann. Was seh ich Da will jmd im Internet das man ihm 5euro überweist“:

    Ja, für das pdf verlange ich Euro 5 und ja für meine Einzelstunden verlange ich derzeit Euro 60, bald Euro 65. Und ja ich bin 100% selbstständig und ja ich bezahle dafür irrwitzig viele tausend Euro Praxismiete, Sozialversicherungsbeitrag, Steuern und Fortbildungen pro Jahr.

    „Jetz zur frage wiso sollte ich Ihnen glauben?“

    Keiner muss mir irgendetwas glauben.Ich finde es sogar wichtig kritisch zu sein und zu prüfen. Ich behaupte nicht die ultimative Weisheit erlangt zu haben. Ich kann nur meine Erfahrungen teilen, die mögen für manche hilfreich sein, für manche nicht.

    „Schon lange träume ich davon rauszugehn ohne nach 500m schweissnass zu sein, rauszugehn ohne mch schämen zu müssen . Ich hasse meinen Körper schon lange“

    Ja und deswegen gibt es aus der Esssucht leider auch keine rasche Lösung. Das Problem besteht seit langer Zeit. Jede Lösung die echt ist wird dauern, bestimmt viele Monate, eher wahrscheinlich sind viele Jahre. Es ist ein ständiges an sich arbeiten, zum Teil ist es hart, oft ist es zum verzweifeln, aber es ist möglich. Schritt für Schritt wird es besser. Der Weg aus der Esssucht ist eine Langstrecke, kein 100m Lauf.

    „Ich bin absolut am verzweifeln tag für tag vor sich hin vegetieren und sich hassen. ich halte das nicht mehr lange durch.“

    Ja, der Druck ist entsetzlich, trotzdem muss ich Ihnen sagen, dass es keinen raschen Ausweg geben wird. Trotzdem ist es wert sich Schritt für Schritt auf den Weg zu machen. Das Leben wird mit jedem einzelnen Schritt besser, auch wenn die Heilung noch dauert. Ich möchte Ihnen Mut zusprechen und wünsche Ihnen viel Kraft!

    Kostenfreie und anonyme Hilfe finden Sie übrigens auf http://www.essstoerungshotline.at/hotline/

    Ich wünsche Ihnen alles Gute,
    mit besten Grüßen,
    Olivia Wollinger

  16. unbekannt

    Hallo

    Ich bin 21 Männlich und sehr sehr dick.
    Fressanfälle kenne ich zur genüge ich habe sie jeden Tag mehrmals egal wie satt ich eigentlich wäre. Ich habe gegoogelt den Beitrag hier gefunden und mich gefreut als ich ihn gelesen habe.
    Was mich jedoch stört ist das drumherumgelaber. Jeder der ne Fressucht hat weiss wie es sich anfühlt also total sinnlos das so zu umschreiben. Möglichst viel Text um die Leute in die Irre zu führen? Weiterlesen… dann der erste Link der ,wie ich hoffte, dazu führt was man nun dagegen tun kann. Was seh ich Da will jmd im Internet das man ihm 5euro überweist und man dann n PDF kriegen soll wo drinsteht was man dagegen tun kann oder halt was bei Ihnen gewirkt hat.
    Jetz zur frage wiso sollte ich Ihnen glauben? Klar viele Userkommentare, Seite sieht einigermassen Seriös aus aber ich will etwas Handfestes. Schon lange träume ich davon rauszugehn ohne nach 500m schweissnass zu sein, rauszugehn ohne mch schämen zu müssen . Ich hasse meinen Körper schon lange und nicht nur den eigentlich mich im Allgemeinen und ich weiss auch das der Tag kommen wird wo ich dem ein Ende setzte. (das ist keine Drohung oder so) Ich bin absolut am verzweifeln tag für tag vor sich hin vegetieren und sich hassen. ich halte das nicht mehr lange durch. Ich wäre Ihnen Dankbar wenn Sie sich bei mir per mail melden könnten. Wenn ich glauben soll was hier alles Steht dann muss ich erst mit der Person geredet haben die das alles schon durch hat.

    Vielen Dank und einen angenehmen Tag

  17. W.

    Ich möchte Ihnen für Ihre Skriptum: „Zwanghaftes Essen“ meinen absoluten Respekt aussprechen. Ich habe selten ein Buch gelesen und dabei so geweint. Und das war vielleicht mal richtig gut so. Sie haben alle oder sehr viele Seiten dieser Krankheiten angesprochen. Und man muss sich natürlich auch über die Schwierigkeiten bewusst werden. Der Weg da raus ist kein Spaziergang und ich glaub auch nicht in jedem Fall völlig überwindbar. Vorraussetzung ist sicher auch, dass man erst richtig an einer der Arten wie „Bulimie oder Magersucht“ erkrankt, um ernst genommen zu werden. Ich denke leider wirklich, dass es so ist und habe mich deshalb sehr gefreut, dass Sie auch von den anderen Arten berichtet haben. Ich kannte den Typ „Bulimie, non-purging-type“ bisher noch nicht und konnte bzw. musste mich leider genau damit identifizieren und langsam glaube ich, dass ich schon irgendwie essgestört bin. Allerdings in einer wahrscheinlich noch sehr harmlosen Art, die mich trotzdem langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Ups… Entschuldigung, das ist gerade wie in Trance aus mir rausgesprudelt. Eigentlich wollte ich Ihnen doch nur ein Kompliment machen und Ihnen sagen, dass ich der festen Überzeugung bin, dass dieses Werk und vor allem natürlich Sie vielen Menschen helfen können! Bleiben Sie so stark und hilfsbereit!

  18. C.

    Guten Tag Frau Wollinger
    Ich habe die Publikation heute gelesen. Das Gefühl, dass jemand das niedergeschrieben hat, womit man sich so allein gelassen fühlt, ist einfach unbeschreiblich schön. So sehr ich mich auch vor dem steinigen Weg fürchte und ich mir trotz Ihrer aufbauenden Worte noch nicht hundertprozentig sicher bin, dass es „jemals enden“ wird, motiviert mich ihre Publikation dazu, den ersten Stein anzuheben. Ich möchte Ihnen noch einmal danken!
    Freundliche Grüsse
    C.

  19. I.C.

    Hallo Frau Wollinger
    vielen Dank für die wirklich schnelle Übermittlung ihrer Schriften.
    Ich habe sie mir dann auch sofort durchgelesen und ich finde Ihre Tipps und Übungen wirklich hilfreich . Man merkt,dass das was sie schreiben teils auf ihren eigenen Erfahrungen beruhen und daher auch sehr glaubwürdig sind. Was mir auch besonders gut gefallen hat, dass man den Eßanfall einfach akzeptieren soll und nicht dagegen ankämpfen soll. Dadurch ist bei mir schon viel Druck weggenommen worden.Ich werde auf jeden Fall weiter mit Ihren Unterlagen arbeiten. Noch einmal vielen herzlichen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    I.C.
    PS:Sie dürfen gerne anonym meine Rückmeldung veröffentlichen. Ich freue mich,wenn ich Ihr wirklich gutes Konzept damit unterstützen kann.

  20. M.

    Herzlichen Dank fuer die Unterlagen, ich bin schon sehr neugierig. Ein wenig „fuerchte“ ich mich sogar vorm Lesen, denn so vieles, was ich bisher auf Ihrer Homepage gelesen habe, ging mir sehr sehr nahe.
    Ich moechte Ihnen an dieser Stelle ein Riesenkompliment machen und ein Danke sagen, denn Ihre Homepage mit den ehrlichen Berichten und hilfreichen Erleuterungen hat mir erstaunlich und unerwartet geholfen. Viele der Berichte sprechen mir aus der Seele und Ihre Kommentare und Erklaerungen und Ermutigungen haben vielleicht in offenen Momenten schon vielen „von uns“ mehr helfen koennen als oft jahrelange Therapien.

    Vielen Dank und ich spuere, ich werde mich in der Zukunft, wenn die Zeit reif ist, bei Ihnen persoenlich melden um meine beiden „Themen“ (Essstoerung und Sehnsucht nach eigener Familie) mit Ihrer Hilfe weiterzuentwicklen und zu loesen.

    Herzliche Gruesse und schoen, dass es beseelte Menschen wie Sie gibt.
    M.

  21. Olivia Wollinger

    Liebe A.,

    vielen Dank für Ihre Mail und dass Sie sich mir anvertrauen.

    Falls es die finanziellen Möglichkeiten Ihrer Familie zulassen, würde ich Ihnen sehr empfehlen eine Therapie zu machen. Vielleicht wäre sogar eine Familientherapie möglich. Ja, Therapie kostet etwas. Ich weiß leider nicht, wie das mit der Refundierung in Deutschland funktioniert.
    Wenn man den Weg alleine geht, „kocht man im eigenen Saft“ wie man hier so schön sagt. Durch Therapie kommen Impulse und Hilfe und oft Wärme. Die hat man am Weg aus der Esssucht sehr nötig. Therapierichtungen, mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe ist die systemische Therapie, Psychodrama und Gestalttherapie.

    Ihrer Mutter sende ich hiermit virtuell ganz liebe Grüße. Wissen Sie, die meisten Mütter versuchen ihren Kindern eine gute Mutter zu sein. Doch Mütter sind auch nur Menschen und Menschen machen Fehler. Das habe ich erst sehr spät verstanden. Mittlerweile bin ich fast 41 Jahre alt, so alt wie meine Mutter damals als ich in der Pubertät war. Und nun kann ich da mit einem wesentlich milderen Blick hinsehen. Das ist der Vorteil der Zeit 🙂 Für Menschen, die Esssucht noch nie erlebt haben (ob nun Mütter oder nicht) ist das Suchtbild sehr schwer nachzuvollziehen. Hier helfen Vergleiche z.B. zu Drogen, das können Menschen eher nachvollziehen.
    Vielleicht hilft Ihrer Beziehung der folgende Buchtipp:
    http://www.aivilo.at/2012/08/07/iss-doch-endlich-mal-normal/

    Am Weg aus der Esssucht geht es v.a. um Selbstwert/Selbstliebe und zu dem zu stehen, was man ist. Das ist ein längerer Weg, aber es ist möglich ihn zu gehen. Weiters bedeutet der Weg aus der Esssucht auch zu lernen, mit seinen Gefühlen umzugehen und auch zu lernen Frustrationen auszuhalten.

    Ich wünsche Ihnen alles alles Gute für Ihren Weg! Es ist ganz toll, dass Sie bereits jetzt die Sache von Grund auf angehen und nicht nur im Symptom hängen bleiben, alle Achtung! Diese Erfahrungen, die Sie jetzt machen, werden Ihnen Ihr ganzes Leben von Nutzen sein und Sie zu einem stärkeren Menschen machen 🙂

    Herzliche Grüße aus Wien,
    Olivia Wollinger

  22. A.R.

    Hallo Frau Wollinger,

    ich wollte Ihnen schreiben das ich Ihr Buch,, Zwanghaftes Essen´´ gelesen habe und es mir sehr gut gefallen hat. Mit den ,,Storys´´ konnte ich mich viel besser hineinversetzen und ich hoffe die Übungen werden mir helfen aus der Esssucht herauszukommen. Es ist sehr gut das sie die Leser mit DU ansprechen, das ist für mich persöhnlich sehr schön zu lesen. Ich bin ein 16 jähriges Mädchen und litt 2010/2011 an Magersucht. Doch ich habe es geschafft wieder zuzunehmen ( Meine Mutter zwang mich zum Essen) und irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören zu Essen und nahm sehr viel zu. Jetzt habe ich ständig Essanfälle und ich dachte es kann nicht normal sein so viel zu Essen. Es ist schrecklich und ich möchte gerne damit aufhören doch ich schaffe es nicht allein. Ich dachte es liegt an meiner mangelnden Selbstdisziplin,aber dann denke ich wieder daran das ich es vor 2 Jahren doch schon mal geschafft habe. Ich hab sehr hohe Gewichtsschwankungen und esse vor anderen Menschen kaum etwas.Nur wenn ich daheim allein bin esse ichh alles in mich hinein. Würden sie an meiner Stelle eine Therapeutin aufsuchen oder es erst einmal alleine probieren? Meine Mutter weiß es bereits doch ich glaube sie denkt das ich undizipliniert bin und es schaffen würde wenn ich wollen würde. Kostet eine Therapeutin etwas? ich versuche nun mit Ihrem Buch und einem Tagebuch die Esssucht zu besiegen. Vielen Dank für Ihr Buch.
    Mit freundlichen Grüßen
    A.

  23. Marina

    Liebe Olivia,
    auch ich gehöre zu den Schriftenreihen-Besteller. Ich habe es vor einem halben Jahr bestellt. Ich lese mir gerade die ganzen Komentare durch und könnte fast weinen. So viele Menschen haben dieses gleiche Problem. Ich dachte immer, ich bin alleine damit. Es tut gut, zu wissen, dass man nicht alleine damit ist. Wie gerne würde ich mit jemanden darüber reden. Ich überlege, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Auch ich lese immer wieder die Schriftenreihe. Ich habe das Gefühl, dass Du vor mir sitzt und mir erzählst. Es hilft sehr. Gestern habe ich unbewusst einen Fortschritt gemacht. Ich war total wütend auf meinen Freund. Ich dachte mir, bevor Du wieder in der Küche sitzt und einen FA hast, wandle Deine Wut. Also hab ich mir meine Nordic-Walking Stöcke genommen und bin in den Park. Nach 90 Minuten war die Wut verflogen und ich fühlte mich viel besser. Ich glaube, dies ist ein klitzekleiner Fortschritt. Auch dass ich mir ein Hobby gesucht habe. Endlich habe ich etwas gefunden, was mir Spaß macht. Und auch noch etwas sportliches. Was mir persönlich auch sehr hilft, sind Deine Beiträge im Block. Wenn es mir nicht so gut geht, lese ich Deine Beiträge im Block oder Deine Schriftenreihe. Ich bin froh, Deine Webside gefunden zu haben. Dafür sag ich danke.

  24. B.

    Vielen Dank, habe das Skript erhalten und schon fast wieder ausgelesen – aufgesaugt! Ist unglaublich, wie sehr Sie mir aus der Seele sprechen!

  25. Mo

    Hallo Frau Wollinger, Ihr Skript habe ich jetzt seit ca. 1 Woche. Ich habe es nicht sofort komplett durchgelesen, weil ich jedes einzelne Kapitel auf mich wirken lassen wollte. Ich bin jetzt 25 Jahre alt und stecke noch mitten in der Esssucht. Schlimm war es immer für mich, daß mir meine Esssucht niemand angesehen hat. Ich bin normal-gewichtig. Ich konnte mich nie einer bestimmten Art von Esssucht zuordnen und dachte deshalb immer, ich hätte kein Problem. Aus diesem Grund habe ich mich erst vor kurzem meiner Familie und Freunden anvertraut. Das war wohl der 1. Schritt! Dank Ihres Skripts weiß ich, daß ich zu dem „Bulemie, non purging type“ gehöre. Seit dieser Erkenntnis hat mich ein seltsames Gefühl befallen. Ein Gefühl wie: von einer langen Reise nach Hause kommen. Ich habe mein Ess-Problem jetzt schon seit 11 Jahren, habe Höhen und Tiefen erlebt. Ich weiß, ich werde mich davon befreien, aber es wird ein steiniger Weg werden! Ich bin schon sehr gespannt, was für eine Art Mensch ich „ohne meine Macke“ bin, denn ich kenne mich nur mit meinem „Problem“. Ihr Skript hat mir Mut gemacht und wahrscheinlich wird es mir helfen, wenn ich mal wieder ganz am Boden bin.

  26. R.

    Schon vor dem Erhalt der Schriftenreihe möchte ich Ihnen sagen, wie sehr ich mich durch Ihre Seite angesprochen fühle. Ich bin 24 Jahre alt und gehe primär aufgrund meiner Essstörung seit einem dreiviertel Jahr in eine körperorientierte Psychotherapiegruppe, die von einer Beratungsstelle des Berliner Studentenwerks angeboten wird. Ich habe schon öfters zum Thema Essstörungen im Internet recherchiert und in viele Foren reingeschaut, aber irgendwie war nie das richtige für mich dabei. Eigentlich müsste ich meiner Essstörung schon fast danken. Seit ich mich aktiv damit auseinandersetze, hat sich mein ganzes Leben in positivster Weise verändert. Besonders intensiv beschäftige ich mich mit Kommunikation, Kommunikation mit anderen Menschen wie auch mit mir selbst. Ebenso habe ich über ein “Genuß- und Wohlfühltraining” bei einer Freundin meines Vaters, die ebenfalls Coaching, Supervision ect. anbietet, Dinge wie Autogenes Training, PMR, Feldenkrais, Klangschalen, Schreiben in verschiedenster Form, Übungen aus der Theaterpädagogik usw. kennen gelernt, die mich mir selbst näher bringen. Ich bin glücklich über die Entwicklung wie ich sie durchlebe und dass ich die Möglichkeiten, die mir das Leben bietet, entdecken und erleben kann und darf. Was aber eben alles mit dieser Essstörung zusammenhängt, dass hätte ich mir bis vor einem Jahr nicht einmal träumen lassen. Natürlich muss solche Erfahrungen jeder selbst durchleben, aber trotzdem finde ich, dass Ihre Seiten einen so klaren Blick über das Thema Essstörungen geben, wie ich es auf noch keiner anderen gesehen habe. Schade, dass diese “ganzheitliche” Sicht, wie ich sie mal nennen will, einem bei den üblichen Beratungs- und Anlaufstellen so wenig vermittelt wird. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor an der Stelle meines Weges, an der ich momentan stehe. Aber wie es auch immer sein mag, möchte ich einfach nur meinen Dank und meine Wertschätzung ausdrücken und warte nun gespannt auf das pdf.

  27. U.C.

    VIIIIIIIELEN DAAAAANK für Ihr Skriptum! Sie sprechen mir aus dem Herzen!

  28. Feelein

    Habe Ihr Skritpum jetzt ausgelesen in 3 Tagen (zwischen Kinder und Co) uns muss sagen ich war total weg. Ich hatte das Gefühl als würde mein Leben revue passieren!!! Ich dachte nicht, dass genau “das” noch jemand fühlt. Ich bewundere Sie “es” geschafft zu haben und jetzt ohne diese Fesseln zu leben. Sie sind ein großes Vorbild und haben mich sehr mottiviert. Das ich keine Diät mehr machen möchte war schon klar, aber bis ich loslassen kann und meinem Körper vertrauen kann, das wird wohl noch lange dauern, aber ich WILL es schaffen. Vielen Dank nochmal und ich werde mich zum richtigen Zeitpunkt sicher melden wegen dem Workshop. Danke nochmal und schönen Abend noch.

  29. Sonnenblume

    Ich habe dein Skriktum schon zur Hälfte gelesen. Ich finde, du hast es echt gut beschrieben – kommt gut rüber, wie man sich als Person mit einer ES fühlen kann. Weil du letztes mal gemeint hast, du willst es umschreiben, um es allgemeiner zu schreiben, oder so ähnlich. Ich glaub es ist aber auch ganz gut, so wie es geschrieben ist. Allgemeine Bücher über ES gibt es eh reichlich. In deinem Skriptum hast du doch auch ganz viele allgemeine Faktoren der ES beschrieben und zusätzlich deinen persönlichen Weg wie es dir gegangen ist und du wieder rausgekommen bist. Eben deine Geschichte, in der man sich teilweise wiederfinden kann, in anderen Teilen eben nicht. Aber es ist sowieso nicht alles für alle gültig. Und im Vorwort schreibst doch, daß jeder seinen ganz persönlichen Weg finden muß.

  30. S.

    Liebe Frau Wollinger,

    herzlichen Dank für die schnelle Zusendung Ihres Skriptums! Ich habe mich beim Lesen gleich so darin „verloren“, dass ich fast vergessen habe, dass meine beiden Mädels bald hungrig von der Schule heimkommen und ich mich langsam in die Küche begeben sollte…

    Ihr Skriptum hilft mir sehr, mich mehr in meine Tochter einfühlen zu können und mich in meinem Umgang mit ihrer Essstörung sicherer zu fühlen. Vieles, das Sie schreiben, habe ich intuitiv auch so empfunden, war mir aber immer etwas unsicher. Und natürlich ist es ein Unterschied, zu erkennen, dass die Tochter Sehnsucht nach Anerkennung, Wertschätzung (und in unserem Fall vielleicht neuen Aufgaben) hat , und das im Alltag umzusetzen.

    Ich habe noch nicht alles gelesen, aber es hilft mir mit Sicherheit,
    meine Tochter (13 Jahre) besser zu verstehen und stärken zu können. Es hat mich auch bestätigt, dass ich bisher nicht alles falsch gemacht habe (man ist als Mutter voller Selbstzweifel und Schuldgefühle). Ich habe z.B. immer abgelehnt, meiner Tochter eine Diät aufzudrängen, weil ich wollte, dass sie alles, aber das bewusst, isst und ich mir sicher war, dass durch Diäten alles noch schlimmer wird (sowohl körperlich, als auch seelisch der Drang zu essen und das Bewusstsein, dass Nahrung etwas schlechtes ist).
    Unsere Kinderärztin wollte uns statt zu einer Therapeutin zu einer
    Diätberatung schicken, was ich dankend abgelehnt habe. Das ist nun wirklich nicht unser Problem, dass wir nicht wissen, wie man sich ausgewogen ernährt und bewegen sollte…

    Vielen lieben Dank nochmal und auch Ihnen alles Liebe und Gute!

    Liebe Grüße,
    S.

  31. Kiwi

    Dein Skript find ich wirklich toll!- So habe ich es noch auf meiner Zugfahrt ausgelesen. Ein paar Dinge, versuche ich schon umzusetzen, was mir auch gut gelingt, wahrscheinlich auch deswegen, weil ich im Moment bei meinem Freund bin. Ich weiß nur nicht ob es so sein wird, wenn ich wieder zu Hause bin, na ja. Finde es auch gut, daß du nicht nur geschrieben hast, was man tun soll, sondern vor allem WIE man es macht.
    K.

  32. S.

    Liebe Frau Wollinger! Ich habe vor einiger Zeit mit Ihnen gesprochen und jetzt zum zweiten Mal Ihre Schriftenreihe gelesen, studiert und für mich durchgearbeitet. Ich bin sprachlos, wie sehr sich Ihre Vergangenheit mit meiner Gegenwart ähnelt! Ich weiß nur eines, ich brauche Hilfe, alleine ist das nicht mehr zu schaffen. Als wir damals gesprochen haben, sagte ich, ich kann mir die Zeit nicht nehmen, jetzt ist es soweit, ich möchte es wirklich versuchen! Wann findet der nächste Workshop statt? Viele liebe Grüße und noch mal Gratulation zu Ihrer Schriftenreihe.

  33. Sandra

    Liebe Olivia!

    Dein Skriptum ist nun seit Monaten ein ständiger Begleiter und Helfer in meiner Esssucht. Immerwieder baut es mich auf, gibt mir Stärke, Motivation und positive Gedanken. Ich habe schon viele kleine Fortschritte gemacht.
    Danke, dass es dich, deine Geschichte, dein Skriptum und deine Seite gibt!
    Liebe Grüße, Sandra

  34. M.

    Das zweite neben dem Seminar, was mir wahnsinnig geholfen hat war das Skriptum, das die Gruppenleiterin selbst geschrieben hat. Ich erkannte mich darin selbst wieder. Es hat mir wirklich geholfen diesen Teufelskreis zu durchbrechen! Ich las es gleich in einem Zug durch. Und ich las immer wieder darin. Jeden Tag. Ich habe dadurch angefangen, konstruktiv an meinem Problem zu arbeiten. Es ist für mich wie ein Arbeitsbuch, in dem ich heute noch immer lese. Ich habe für mich erkannt, dass ich auch etwas für mich tun muss, wenn es mir gut bzw. besser geht und nicht nur dann, wenn ich ein absolutes Tief habe. Und deswegen ist das Skriptum auch heute noch sehr wichtig für mich! Dadurch habe ich die ganze Dynamik des Problems der Essstörung endlich durchschauen können und konnte endlich die Ursachen erkennen. Ich hatte endlich einen Ansatzpunkt… ich begann das Problem an der Wurzel zu packen und zu lösen. Natürlich hatte ich öfters Rückfälle, doch ich lernte damit umzugehen. Ich lernte mit dem Skriptum die Essstörung zu erkennen und zu akzeptieren, ich lernte mich selbst kennen und lieben, ich kam mir selbst immer näher, wurde selbstbewusster… ich fing an das Leben wieder zu genießen und zu lieben. Ich möchte es jedem weiterempfehlen, der auch aus diesem Teufelskreis aussteigen will! Es ist zu schaffen, wenn man will und etwas dafür tut! Es ist teilweise harte Arbeit, aber es lohnt sich!

  35. Marie Stern

    Hallo Olivia,
    ich finde deinen Text „Zwanghaftes Essen Wege aus dem Teufelskreis“ einfach super! Da spürt man einfach, dass du es wirklich erlebt hast und es fühlt sich so greifbar an, wie man umdenken kann bzw. herauskommt.
    Ich hatte selber 14 Jahre lang Esstörungen und bin seit 6 Jahren frei davon.
    Vielen vielen Dank und alles alles Gute für dich und dein Leben!

  36. S.

    Ich habe Ihre Schriftenreihe bereits bekommen-nicht nur das, ich habe sie binnen kurzer Zeit gelesen (um nicht zu sagen aufgesaugt)! Ich glaube, diese Tatsache spricht Bände darüber, was ich davon halte. Ich muss sagen, dass ich die Anregungen, die Denkanstöße, die sie dem Leser geben ganz, ganz toll sind! Und außerdem tut es gut zu hören, dass es jemand mit dem gleichen Problem geschafft hat, sich durchzukämpfen! Es ist schon jetzt so, dass ich in Situationen, in denen es mir nicht gut geht, die Schriftenreihe zur Hand nehme und daraus wieder Mut schöpfe. Und das werde ich auch weiterhin so machen!!! Also, ein großes Lob an Sie und ein nicht weniger großes Dankeschön!

  37. die Große

    Ich fühle mich mit Ihnen sehr verbunden, da ich auch zu den großen frauen dieser welt gehöre – ich messe stolze 1,88 m – und da so viele dinge genau mit meinem dasein übereinstimmen. das ungepflege äußere wenn ich zu hause bin – die chaosmäßige wohnung – wenn ich gerade in der phase der essanfälle bin – die vorwürfe etc.
    Ich bin schwer begeistert von ihrem buch und werde gleich heute abend mit den übungen beginnen – alleine das buch zu lesen hat mich schon glücklich gemacht und ich weiß jetzt, dass es mit hilfe ihres buches und anderer, die ich mir besorgt habe – die Sie übrigens auch in Ihrem Buch erwähnt haben – schaffen werde. ich hab es zwar schon einmal geschafft, aus dieser falle auszureißen doch es gestaltete sich wirklich schwierig – ich denke mit diesen hilfen wirds besser gehen – obwohl ich mir sehr wohl bewußt bin, dass es ganzes stück arbeit erfordert.

  38. Einhorn

    ich hatte mir vor einiger Zeit die Broschüre „Zwanghaftes Essen-Wege aus dem Teufelskreis“ bestellt. Das Lesen dieses Heftes hat mich, die ich von gestörtem Essverhalten betroffen bin, einen Riesenschritt weitergebracht. Ich habe mich in so vielen Situationen und Gedanken, die Sie beschreiben, selbst wiedergefunden. Und es ist einfach sehr sehr hilfreich zu wissen, dass es anderen ähnlich geht oder gegangen ist. Ich finde es ganz toll, dass sie sich auf diese Weise um andere Essgestörte kümmern. Vielen Dank!

  39. A.

    Im Grunde waren schon die „Kostproben“ im Internet so, dass ich das Heft geradezu fieberhaft erwartet habe. Dementsprechend gefesselt habe ich es in den ersten beiden Tagen nach der Ankunft gelesen, um nicht zu sagen „verschlungen“ (wie passend, nicht?). Es war wie eine große Befreiung, endlich zu merken, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin, dass es nicht einfach nur darum geht, dass ich mich halt nicht richtig beherrschan kenn. Es war wirklich ein richtiges Glückserlebnis, weil ich so viele Ihrer Sätze, Erlebnisse, Erahrungen einfach selbst in der Ich-Form sprechen kann. Und auf einmal hatte ich die Hoffnung, dass dieser Essens-Teufelskreis, wie ich das empfinde, nicht als lebenslängliches Urteil über meinen Leben stehen muss. Und dafür wollte ich Ihnen zunächst einmal ein ganz tiefes, von Herzen kommendes Dankeschön aussprechen.

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