Kategorie-Archiv: Körper & Psyche

Das Deckenpaket

Meine Katze zeigt Ihnen heute eine der Übungen aus dem Buch „Essanfälle adé“:

Deckenpaket:

Zum Spüren der Körpergrenzen empfehle ich, sich fest in eine Tagesdecke einzupacken. Dazu nehmen Sie am besten eine Decke ohne Stretch-Anteil und wickeln diese so eng wie möglich um sich herum, so umhüllt die Decke Sie wie ein sehr enganliegendes, trägerloses Kleid. Wie fühlt sich das für Sie an?

(Diese Übung lernte ich von Dami Charf, www.traumaheilung.de.)

Frohe, entstresste Weihnachten

Ein paar Entstressungstipps für Weihnachten:

  • Wir wissen spätestens ab 1.1. dass auch heuer wieder pünktlich am 24.12. Weihnachten sein wird. Die kleinen Geschenke für den Weihnachtskalender könnten bereits im Herbst gesammelt werden. Es lohnt sich, bereits am Anfang des Jahres zu überlegen: Wen möchte ich beschenken? Für diesen Menschen wird dann das ganze Jahr über eine Ideen-Geschenkeliste geführt, auf die vor dem Anlass einfach zurückgegriffen werden kann. Langfristig ist es manchmal eine gute Idee, Pflichtschenkungen sein zu lassen und solcherart Beziehungen zu überdenken.
  • Die Wohnung sollte das ganze Jahr so sein, dass man sich in ihr wohl fühlt. Sie muss nicht unbedingt just vor Weihnachten geputzt werden.
  • Das Weihnachtsessen muss nicht unbedingt ein 3 Gänge Menü sein, für das man tagelang in der Küche steht. Es reicht beispielsweise auch einfach eine Backrohr-Forelle mit Kartoffel, geht rasch und schmeckt dennoch.
  • Selbstgemachte Weihnachtskekse kann man kaufen, da freut sich dann z.B. eine Bäuerin auf ein bisschen Zusatzverdienst.
  • Man muss nicht alle Freunde und noch rasch noch vor Weihnachten treffen. Es gibt auch noch ein Leben danach. Die Freundschaften halten hoffentlich noch ein bisschen länger und wollen sowieso das ganze Jahr gepflegt werden.

So war der „Essanfälle adé“ Workshop November 2017

Schön war´s wieder einmal. Auch tiefgehend, erkenntnisreich, ergreifend, lustig, herausfordernd, gemütlich, genussreich und noch vieles mehr. Selbstverständlich werden auch diesmal keine Fotos von Teilnehmerinnen veröffentlicht. Stattdessen ein paar Impressionen unserer Herbstdeko 🙂

Fotos (c) Manfred Helmer

Das Leben nach der Esssucht – ein Bericht aus dem Alltag

Ein Leben mit Esssucht ist geprägt von dem Bemühen, eine gute Außenwirkung zu haben, idealerweise immer fröhlich, immer effizient, immer beschäftigt, immer kraftvoll.

Heute saß ich Mittags in meinem Lieblingslokal und es spielte dort eine Nummer, die ich sehr liebe:

Ich saß alleine an meinen Tisch, wartete auf mein Mittagessen und bewegte mich zur Musik, tanzen im Sitzen sozusagen, einfach aus Freude.

Manchmal tue ich Dinge im Alltag und erinnere mich dann plötzlich, wie es früher war. Und bin dann umso dankbarer, das heute erleben zu dürfen.

Früher wollte ich der Welt beweisen, wie gut ich drauf bin, wie gut es mir ging (obwohl es in meinem Inneren ganz anders aussah). Ich bewegte mich auch damals zur Musik, aber nicht nur aus innerer Freude heraus. Vielmehr hoffte ich, dass es „die anderen“ es sehen würden, mich loben würden für mein Bewegungskünste (Ruf nach Anerkennung) oder mich fragen würden, wie ich das hinbekomme, so gut gelaunt zu sein (Ruf nach noch mehr Anerkennung). Taten sie es nicht (natürlich taten sie es nicht) war ich enttäuscht und meine gute Laune fiel in sich zusammen. Wozu die Maske aufsetzen, wenn sie keiner sah?

Und heute? Ich mache meinen „Sitz-Tanz“, wenn es gerade stimmig ist, nicht um etwas zu erreichen. Es ist mir egal, ob ihn jemand sieht oder nicht. Solange ich nicht auf den Tisch hüpfe und das Geschirr heruntertrete, fällt mein Verhalten vermutlich sowieso nicht sonderlich auf 😉

Ich bin wie ich bin. Das macht das Leben viel einfacher und freier.