Kategorie-Archiv: Kinderwunsch

Wie findet man eine/n gute/n Therapeut/in?

Manchmal wird der Leidensdruck so groß, dass man feststellt: „Ich schaffe es nicht mehr alleine, ich brauche Hilfe.“

Doch wie findet man eine/n gute/n Therapeut/in?

Dazu gibt es drei informative Videos von Dami Charf:

und hier noch ein Link: https://www.traumaheilung.de/wie-sie-einen-guten-psychotherapeuten-finden/

Das Paretoprinzip – 80/20 Prinzip

Wenn der Perfektionismus zuschlägt, finde ich das Wissen um das Pareto Prinzip hilfreich. Vilfredo Federico Pareto war ein italienischer Ingenieur, Ökonom und Soziologe (1848-1923).

Das Pareto-Prinzip, (auch 80-zu-20-Regel) besagt, dass 80% der Ergebnisse in 20% der Gesamtzeit eines Projekts erreicht werden.

Wir denken oft, dass mehr auch mehr bringt. Doch dem ist nicht immer so.

Wir sollten prüfen, ob es genügt, sich mit 80% Aufgabenlösung zufriedenzustellen oder ob 100% wirklich notwendig sind.

Für die verbleibenden 20% wird nämlich 80% der Arbeitsleistung benötigt.

Dies wird sich manchen Einzelfällen lohnen aber vermutlich nicht immer. Es gilt zu hinterfragen, ob weniger nicht manchmal mehr ist.

Hier ein paar Beispiele aus meinem Alltag:

  • Ich habe gestern einen Kuchen gebacken, der am Ende zusammengefallen ist. Er hat zwar nicht gut ausgesehen, aber dennoch gut schmeckend. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, dass ich versucht hätte, ihn mit Glasur zu „reparieren“ oder ihn gar neu zu machen (100% Ergebnis, dafür ewiges Herumgefitzel und er hätte nicht anders geschmeckt)
  • Ich hätte noch zwei Jahre an meinem Buch arbeiten können, damit alle Sätze perfekt sind und wirklich jeder Gedanke ausgereift. Ich hätte auch das Lektorat noch von einem anderen Lektorat überprüfen lassen können. Ich tat das nicht und vertraute darauf, dass meine Botschaft herüberkommen wird. So konnten in diesen zwei Jahren bereits tausende Menschen von dem Buch profitieren, dafür musste ich (nur) eine oder zwei Rezessionen in Kauf nehmen, die Fehler bemängelten. Da mich das dann doch ein bisschen gegiftet hat wird es ein neues Lektorat geben und am 2.1.2018 kommt das Buch frisch Lektoriert auf den Markt.
  • Immer wieder stellt sich die Frage: Wieviel Information brauche ich, um eine Entscheidung treffen zu können? Man kann nie alles wissen, irgendwann ist es notwendig auf sein Gefühl zu hören oder Dinge einfach zu tun, statt sich immer wieder abzusichern.
  • Ich könnte an diesem Blogartikel noch Tage arbeiten, noch weitere Beispiele einfügen, um Ihnen 100% perfekte Information zu liefern. Ich könnte mit Expertinnen telefonieren, in Wirtschaftsbüchern lesen und und und. Statt dessen führe ich unten ein paar Links an und wende mich einer neuen Tätigkeit zu.

Weiterführende Links:

http://sysbizz.com/blog/vilfredo-pareto-ist-kein-italienischer-opernsanger/
https://www.zeitzuleben.de/das-8020-prinzip/
http://karrierebibel.de/pareto-prinzip-8020-regel/

 

(Entwicklungs-)Trauma

Heute möchte ich Sie auf das Thema Trauma, insbesondere Entwicklungstrauma aufmerksam machen. Mein Wissen über die Zusammenhänge von Trauma verdanke ich zu einem großen Teil der wertvollen Arbeit von Dami Charf. Sie war so freundlich mir zu erlauben, hier auf ihre Texte zurückgreifen zu dürfen, vielen Dank dafür!

Dami Charf ist Heilpraktikerin für Psychotherapeutin aus Göttingen. Ihr Blog www.traumaheilung.de ist eine wunderbare Fundgrube zum Thema Trauma mit zahlreichen kostenfreien Videos und Texten. Darüber hinaus gibt es Online Kurse für Betroffene und für TherapeutInnen. Ich habe selbst einen gemacht und kann sagen, dass sich die Investition lohnte. Darüber hinaus ist Dami Charf Autorin des Buchs „Auch frühe Wunden können heilen“, das ab Frühjahr 2018 erhältlich ist.

Was ist Trauma?

Wenn wir von Trauma sprechen, meinen wir oft das sogenannte Schocktrauma. Darunter versteht man ein abgegrenztes, singuläres Ereignis, das die Bewältigungssysteme einer betroffenen Person völlig überfordert, sodass Hilflosigkeit und Ohnmacht entstehen. Beispiele für solcherlei Schock sind Unfälle, plötzlicher Arbeitsplatzverlust, unerwartete Trennungen, Gewalterlebnisse oder Naturkatastrophen.

Laut Peter Levine, einer der Pioniere der körperorientierten Traumapsychotherapie, kann man ein Trauma allerdings nicht an einem bestimmten Ereignis festmachen, ein Trauma entsteht dann, wenn das Geschehene für ein Individuum zu viel, zu schnell und zu plötzlich passiert.
Wenn wir das Wort Trauma im Zusammenhang mit Kindheit hören, denken wir vor allem an gravierende Erfahrungen wie körperliche beziehungsweise sexuelle Gewalt oder grobe Vernachlässigung.

Weniger im allgemeinen Fokus stehen allerdings jene kleinen Ereignisse, die im feineren, zwischenmenschlichen Bereich stattfinden und sich unweigerlich summieren. Viele Menschen erleben beispielsweise nicht genügend Bindung, sie fühlen sich zu wenig gesehen, werden als Baby schreiend alleine gelassen oder müssen Bindungsunterbrechung erleben wie Krankenhausaufenthalte. Es ist möglich, dass all diese Erfahrungen zu dem sogenannten Entwicklungstrauma führen, was eine ebenso immense Wirkung auf unser Leben haben kann, wie Schocktrauma.

Wie sich Entwicklungstrauma anfühlen kann wurde mir klarer, als ich das Video „Stillface experiment“ von Dr. Edward Tronick sah. Bei diesem Experiment bekommt eine Mutter die Aufgabe, zunächst eingestimmt und liebevoll mit ihrem Baby zu kommunizieren und dann abrupt jegliche Reaktion auf ihr Kind zu unterlassen und es mit versteinertem Gesicht anzublicken. Das ganze Experiment dauert nicht einmal zwei Minuten, dennoch wird das Kind durch das Verhalten der Mutter komplett aus der Bahn geworfen. Wenn man sich vorstellt, dass es für manche Kinder normaler Alltag ist, nicht gespiegelt zu werden und niemanden zu haben, der auf sie eingeht, also eingestimmt kommuniziert, kann man ermessen, was dies für gravierende Auswirkungen auf die Psyche haben kann.

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass es neben Schock- und Entwicklungstrauma noch andere Traumaformen gibt: Das sogenannte Sekundärtrauma betrifft Menschen, die anderen in Notsituationen helfen. Generationsübergreifendes Trauma betrifft beispielsweise Nachkommen von Kriegsgenerationen. Eltern, die den Krieg erlebt haben, reagieren vielfach mit Verdrängung oder Abspaltung und sind daher möglicherweise mit den eigenen Kindern weniger empathisch, da ein aufgeschlagenes Knie nicht so schlimm ist, wie Todesangst vor dem nächsten Bombenangriff. Von sozialem Trauma spricht man, wenn Ereignisse, an denen viele Menschen beteiligt sind, wie beispielsweise Terroranschläge oder Zugsunglücke, breite soziale Auswirkung zeigen.

Wenn man in seinem Leben Traumatisierung erlebt hat, wirkt sich dies auf das autonome (= vegetative) Nervensystem aus. Dieses hat die Aufgabe, innerkörperliche Vorgänge automatisch, also autonom zu steuern, damit wir auf Stresssituationen reagieren können, ohne viel nachzudenken.

Um das Wirken des autonomen Nervensystems besser zu verstehen, nehme ich Sie nun mit auf eine kurze gedankliche Reise nach Afrika. Bitte stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Auf einer Safari verlässt eine Person unerlaubter Weise das Auto und plötzlich taucht eine hungrige Löwin auf. Unser Stammhirn, das für unsere Instinkte zuständig ist, startet automatisch das Programm „Überleben“: Binnen einem Bruchteil einer Sekunde werden im Körper die Stresshormone Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, der Herzschlag und Blutdruck erhöhen sich, die kleinen Blutgefäße unter der Haut schließen sich, damit man bei möglichen Verletzungen nicht stark blutet. Die Leber schüttet die gesamten Zuckervorräte aus, damit der Körper mehr Energie zur Verfügung hat. Gleichzeitig wird die Insulinproduktion gehemmt, damit der frei gewordene Zucker nicht sofort wieder abgebaut wird. Die inneren Organe wie Magen und Darm werden wenig durchblutet, weil sie in einem solchen Augenblick nicht gebraucht werden. Die großen Muskelgruppen erhöhen den Tonus, die Pupillen werden weit und es entsteht ein Tunnelblick.

Mit Hilfe der autonom ablaufenden Reaktionen stellt unserer Körper Energie bereit, um zu kämpfen oder zu fliehen. In unserem Beispiel fällt die Entscheidung höchstwahrscheinlich zugunsten der Flucht aus, weil ein Kampf mit einem Löwen eher aussichtlos ist.
Sollte es der Löwin gelingen, die Person einzuholen, wird deren Körper wahrscheinlich kollabieren. Wir alle können nur ein bestimmtes Maß an Erregung, Schock und Angst bewältigen, dann fliegt sozusagen unsere Sicherung heraus, wir ergeben uns, handeln nicht mehr, erstarren, dissoziieren und schließlich kommt es zu einer kompletten Erschlaffung.
Diesen Effekt können wir beobachten, wenn wir in Tierdokumentationen sehen, wie beispielsweise eine Gazelle von einer Löwin gejagt wird. Wenn die Gazelle erkennt, dass die Flucht aussichtslos wird, tritt der Todstellreflex ein – eine wunderbare Einrichtung der Natur, um Schmerzen nicht mehr spüren zu müssen.

Glücklicherweise werden wir in unserem Alltag nicht von wilden Tieren verfolgt, dennoch erleben wir Stress oder überbordende Emotionen. Unser autonomes Nervensystem reagiert darauf, so wie es dies bereits seit Anbeginn der Zeit tat. Es kann nicht unterscheiden, ob uns eine hungrige Löwin bedroht oder beispielsweise eine stressige Situation in der Arbeit.
Wenn unser Stammhirn, also unsere Instinkte anspringen, haben die anderen Teile unseres Gehirns, nämlich das limbische System, das für Emotionen, Bindung und Zugehörigkeit zuständig ist sowie der Neokortex, der sich für unseren Verstand und für abstraktes und konkretes Denken verantwortlich zeigt, wenig zu melden. Das erklärt, wieso wir in Stresssituationen häufig anders reagieren, als in innerlich ausgeglichen Momenten.

Wenn wir uns ausgeglichen fühlen, schwingt unser autonomes Nervensystem innerhalb unseres Toleranzfensters, dem sogenannten Window of Tolerance, ein Konzept das auf Dr. Dan Siegel zurückgeht. Anspannung (Erregung) und Entspannung wechseln sich in angenehmer Art und Weise ab, wir können gut reflektieren und angemessen sozial interagieren.
Vereinfacht formuliert, zeigt der Abstand zwischen den beiden Grenzen des Window of Tolerance, wie viel Spielraum wir in unserem Nervensystem haben, wie stressresistent wir sind, also wie viel Erregung in Form von Stress aber auch in Form von Glück und Freude wir aushalten können.

Entscheidend für die Weite des Window of Tolerance sind die Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, um uns Kraft und Stabilität zu geben, wie beispielsweise geregeltes Einkommen, Bildung, Fähigkeiten, Talente, Freunde, Gemeinschaft. Die zwei größten Ressourcen sind hierbei unsere sozialen Kontakte und der Glaube an eine Sinnhaftigkeit des Lebens.

Je traumatisierter ein System ist, desto enger seine Grenzen, desto rascher sprengt die Schwingung des autonomen Nervensystems das Window of Tolerance. In jenem Moment, wo die Erregung über unsere persönliche Grenze hinausgeht, startet das autonome Nervensystem sein Programm „Überleben“, so wie im Beispiel mit der Löwin beschrieben.

Eine Traumatisierung kann dazu führen, dass Menschen dauerhaft am oberen Rand des Toleranzfensters hängen bleiben, was zu ständiger Übererregung, innerer Unruhe, Anspannung, Reizbarkeit aber auch Schreckhaftigkeit führen kann. Häufig resultiert daraus Schlaflosigkeit, da das autonome Nervensystem nicht mehr von selbst zur Ruhe kommen kann. Viele Menschen setzen daher unbewusst am Abend übermäßiges Essen oder Alkohol als Beruhigungsmittel ein.

Da dieser übererregte Zustand auf Dauer nicht gehalten werden kann, erschöpft sich das Nervensystem irgendwann und stürzt förmlich in einen untererregten Zustand, kippt also am unteren Ende des Window of Tolerance heraus. Dies führt zu einem Gefühl von schier unendlicher Erschöpfung, Kraft- und Lustlosigkeit. In diesem Zustand fehlt meist die Fähigkeit, Grenzen zu setzen und mit unseren Bedürfnissen im Einklang zu sein. Hinzu kommt oft ein Gefühl der Sinnlosigkeit, wir fühlen uns abgeschnitten von anderen oder einsam, oft auch depressiv. Dami Charf glaubt in diesem Zusammenhang, dass viele Depressionen Folgeerscheinungen von Trauma sind.

Ein weiteres Symptom unterhalb des Window of Tolerance ist die sogenannte Dissoziation. Wenn wir an das vorherige Beispiel der Gazelle und der Löwin denken, ist Dissoziation eine wunderbare Einrichtung der Natur: Sobald uns etwas zu viel wird und wir es nicht mehr aushalten können, können wir uns retten, indem wir uns selbst verlassen.
Dissoziation wirkt wie eine ultimative Pausetaste. Sie bedeutet eine Abspaltung von uns selbst, für viele Menschen mit Trauma ist Dissoziation ein Normalzustand, aus dem sie nicht oder nur schwer aussteigen können. Klinisch kann man verschiedene Schweregrade der Dissoziation beschreiben, wie beispielsweise

  • fehlender Zugang zu Erinnerungen (Amnesie)
  • sich abwesend oder zerstreut fühlen
  • ein Verlieren in Tagträumen
  • sich fremd in der Welt fühlen
  • sich wie in Watte gepackt fühlen
  • kein Zugang zu bestimmten Sinnesreizen haben
  • Eintritt in ein anderes Raum-Zeit-Gefühl (Derealisation)
  • neben sich stehen, sich nicht mehr mit sich selbst identifizieren können, dem Geschehen
  • von außen zusehen, ohne emotional beteiligt zu sein (Depersonalisation)
  • keinen Zugang zu den eigenen Gefühlen (Alexithymie)
  • Filmriss, man weiß z.B. nicht mehr, wie man an einen Ort gekommen ist
  • wenn man seine Emotionen von seinem funktionalen Teil abspaltet. (primäre bzw. sekundäre strukturelle Dissoziation)
  • Dissoziation in ihrer extremsten Form sind dissoziative Identitätsstörungen, welche stationäre Behandlungen benötigen.

All dieses Wissen bringt zwar im Falle einer Traumatisierung keine konkreten Lösungen, aber es kann helfen, nicht mehr zu hart mit uns selbst ins Gericht zu gehen, sondern sich selbst mit Verständnis zu begegnen. Es hilft zu verstehen, wieso der berühmte „Tritt in den Hintern“ manchmal nicht wirkt, sondern zu einer Überforderung und damit möglicherweise Starre einhergeht. Es ist wichtig uns zu fordern, ohne und zu überfordern und zu lernen, uns selbst rechtzeitig zu regulieren.

Wenn Sie mehr über das Thema Trauma erfahren möchten, empfehle ich Ihnen, wie eingangs bereits erwähnt, die Seite von Dami Charf www.traumaheilung.de zu besuchen. Darüber hinaus finden Sie auf YouTube zahlreiche kostenfreie Videos von ihr.

10 Minuten Meditation

Diese 10 Minütige Meditation von Franziska Diesmann  und Torsten Abrolat höre ich derzeit jeden Morgen und tut mir sehr gut:

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Meditation halte ich für ein wichtiges Instrument, um zu sich zu kommen und sich nicht vom Gedankenkarussell davontragen zu lassen. Es gibt zahlreiche Formen der Meditation, man muss nicht unbedingt stock steif eine halbe Stunde dasitzen. Egal wie man es macht, es ist wichtig, dem Geist regelmäßig die Chance zu geben, zur Ruhe zu kommen. Vor allem wenn man an Schlafstörungen leidet, an belastenden Grübeleien oder wenn man ständig auf hohem Stressniveau lebt.

Die Metapher von der Stadt

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Foto (c) Manfred Helmer

Folgende Metapher goss eine Klientin von Claudia Münstermann (= spezialisiert auf Skype Coaching) in Worte. Ich darf dies mit ihrer Einverständnis veröffentlichen. Die Klientin möchte gerne anonym bleiben.

Ich bin eine Stadt oder mein Leben ist voller Baustellen.

Ich stelle mir mein Leben immer wie eine Stadt vor. Es ziehen Leute zu, andere ziehen weg. Es gibt gute Stadtteile und benachteiligte. Es erfolgt Stadtentwicklung und Veränderung.
Diese Stadt hat viele Straßen, die von Zeit zu Zeit einer Reparatur bedürfen. Es gibt Neubaubaustellen und Abrisse. Alle diese Baustellen kosten Zeit, Kraft und Geld und sie behindern den Verkehrsfluss.

In meinem Leben gibt es Neubauten (Studium, Berufliche Weiterentwicklung, neue Projekte), Abrisse (Beendigung von Lebensabschnitten, Trennung von vertrauten Personen) und Ersatzinvestitionen (Gesundheitserhaltung durch Sport/ Gewichtsreduktion, Zahnersatz, Therapiestunden)

Alle diese Projekte hindern gelegentlich den Verkehrsfluss in meiner Stadt, manchmal kommt es sogar zu Staus und spätestens, wenn Tagesbaustellen (Krankheit, unerwartete Termine etc.) dazu kommen, kommt es dann evtl. zum Verkehrsinfarkt und meine Kraft ist zu Ende.

Zusammen mit Claudia Münstermann haben wir dann mal auf die Möglichkeiten zur Entlastung geschaut. Diese helfen vielleicht auch anderen.

Man kann ein Sonntagsfahrverbot erteilen, so dass alle Verkehrsteilnehmer Sonntags etwas langsamer machen und zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren.
Man muss grundlegende Erneuerungsarbeiten an den wichtigsten Durchfahrtsstraßen (Gesundheit/Familie) machen um diese zu erhalten, auch wenn es dadurch erstmal zu Stau und eventuell Wegzug von Bewohnern (Freunden/Bekannten) kommt.

Die Stadt braucht Grünanlagen für den Sauerstoff und manchmal sind dafür Abrisse notwendig. Und die Stadt muss lernen, wie man mit Problemstadtteilen so umgeht, dass diese mehr in die Stadt integriert werden.

Also um bei meiner Metapher zu bleiben, ich muss die Zügel in meiner Stadt in die Hand nehmen und als Bürgermeister regieren. Auch ein Bürgermeister benötigt gute Beigeordnete und Mitarbeiter. Und manchmal auch Hilfe von außen als Stadtentwicklungsexperten (Therapeuten).

Vielleicht schaffen wir es gemeinsam bessere Bürgermeister unserer Städte zu werden und die Regierung wieder in unsere Hände zu nehmen, denn ohne gute Führung gerät eine Stadt schnell in die Krise.