Archiv der Kategorie: Essstörung

Kutschkermarkt-Gräzl: Unsere neue Seminarheimat

Ab Juni 2018 werden die Essanfälle adé Workshops in der Praxis von Doris Nowak-Schuh stattfinden, Währinger Straße 132, 1180 Wien. Ich freue mich sehr, dass wir unsere seit Jahren erfolgreiche Kooperation nun auch räumlich ausweiten können.

Anbei ein paar Fotos vom Kutschkermarkt-Grätzl, ein wahrlich schöner Ort um vor dem Seminar einzukaufen, bzw. in den Pausen zu verweilen.

Fotos (c) Manfred Helmer

Essverhalten auf Reisen

Letztens bekam ich eine sehr interessante Anfrage, nämlich:

„Ich habe immer wieder auf Reisen ein unmögliches Essverhalten – grasen ohne Ende. Was könnte da hilfreich sein?“

Diesmal habe ich eine Hördatei dazu gemacht (Dauer: ca. 6 Minuten).


Ich hoffe, dass da etwas Interessantes für Sie dabei ist, und freue mich über Rückmeldung.

P.S. Hier ein Foto meiner letzten größeren Reise, März 2018, (c) Manfred Helmer

Frage zum Buch: Die Lust auf süß kommt zwischen den Mahlzeiten

Frau S. frägt:

In Buch heißt es man darf sich absolut kein Lebensmittel verbieten. Wenn man Hunger hat darf man essen was man will. So lange bis man satt ist. Das mache ich auch. Aber wenn ich richtig Hunger habe will ich was richtiges essen. Die Lust auf süß kommt zwischen den Mahlzeiten. (Wenn ich nicht hungrig bin)
Wie gehe ich damit um?

Olivia Wollinger:

da Sie mir diese Fragen stellen, nehme ich an, dass diese Lust auf süß zwischen den Mahlzeiten für Sie ein Problem darstellt? Könnten Sie mir beschreiben, was genau für Sie problematisch ist? Also führt das Naschen zwischen den Mahlzeiten beispielsweise zu Essanfällen? Ist es eine Art Dauer Grasen zwischen den Mahlzeiten? Geht das naschen am Nachmittag nahtlos ins Abendessen über, sodass Sie keinen Hunger mehr wahrnehmen können? Ist zu viel Naschen problematisch wegen Übergewicht oder Diabetes etc.
Wenn ich mehr Infos habe, kann ich konkreter Antworten und weiß dann auch, wo genau das Problem liegt. Denn an sich beschreiben Sie ein gesundes Essverhalten, nämlich essen bei Hunger, aufhören bei Sättigung und ab und zu dazwischen bewusst Genussmittel genießen.

Frau S.:

Erstmal vielen Dank für Ihre Antwort 🙂 ich habe mich sehr gefreut als ich gesehen habe, dass man Ihnen sogar persönlich Fragen stellen kann. Nur wusste ich nicht genau wie deswegen habe ich es als Kommentar verfasst und mich kurz gehalten.
Ich bin sehr begeistert von Ihrem Buch. Ich bin guter Dinge mich endlich von meiner Esssucht zu befreien 🙂
Nun meine Anfrage etwas detaillierter.
Dank Ihrem Buch habe ich nun gelernt auf meinen Hunger zu hören mich während den Mahlzeiten bewusst hinzusetzen und mich auf das Essen zu konzentrieren. Das mit dem Sättigungsgefühl spüren fällt mir noch etwas schwer aber klappt eigentlich ganz gut 🙂
Nun esse ich wie gesagt als Hauptmahlzeiten nichts süßes weil ich wenn ich Hunger habe mehr Lust auf deftiges habe. Aber nachdem ich meinen Hunger gestillt habe und eigentlich auch die komplette Zeit zwischen den Mahlzeiten könnte ich die ganze Zeit Süßigkeiten essen. Oft fange ich dann an zu Grasen was dann in einem Essanfall endet. Was sich schon gebessert hat ist die Qualität der Essanfälle denn ich setze mich dabei bewusst hin und konzentriere mich auf das Essen (sonst habe ich dabei immer Fern geschaut oder im Auto >gefressen<)
Wenn ich mir verbiete zu essen wenn ich keinen Hunger habe ist es dann nicht wieder eine Regel die Diätmentalität hervorruft ?
Leider fällt es mir wahnsinnig schwer meine Gefühle zu spüren ( ich fühle einfach nichts außer: ich muss jetzt Süßkram essen. So viel wie möglich, so schnell wie möglich) deswegen weiß ich nicht wofür ich das Essen benutze und was ich eigentlich stattdessen brauche.
Ich hoffe Sie können mir ein wenig weiterhelfen.

Olivia Wollinger:

das freut mich, dass Sie begeistert sind vom Buch. Vielleicht haben Sie ja mal Lust, eine Rezension zu schreiben, z.B. auf Amazon, dafür wäre ich sehr dankbar.
Jetzt verstehe ich besser, was Sie meinen 🙂
Ihr Süßappetit klingt sehr nach emotionalem Hunger und zwar deswegen, weil vor allem um so viel und so schnell wie möglich geht. Auch der Hinweis, dass Sie zwischen den Mahlzeiten die ganze Zeit süß essen könnten, weist darauf hin.
Sie fragen: „Wenn ich mir verbiete zu essen wenn ich keinen Hunger habe ist es dann nicht wieder eine Regel die Diätmentalität hervorruft?“
So wie Sie Ihr Essen von Süßigkeiten beschreiben, klingt es nach Zuwinkern. Es klingt außerdem nicht wirklich nach Genuss, also danach, dass Sie das Süße Zwischendurch zelebrieren, oder?
Es geht darum einen Weg zu finden, mit all dem Nahrungsüberfluss umzugehen und einer davon ist es, klar zwischen physischem und emotionalem Hunger zu unterscheiden. Wenn Sie dazuwischen Schokolade etc. möchten geht es darum, eine Balance zu finden. Wir müssen nicht allen Zuwinkern entsagen, aber es geht darum, sich bewusst dafür zu entscheiden, sie zu genießen (deswegen heißen sie ja auch Genussmittel) statt sie nebenbei einzusaugen.
Und es geht auch darum, manchmal bewusst „nein“ zu sagen und dann die damit einhergehenden Gefühle zu ertragen.
Diätmentalität ist für mich, dass es prinzipiell Erlaubtes und Verbotenes gibt. Hier geht es allerdings darum, jedes Mal neu zu entscheiden und Ihren Körper mit einzubeziehen.
Wenn der emotionale Hunger noch sehr groß ist, werden Süßigkeiten überwiegend benutzt um ihn zu stillen. Da geht es dann nur selten, dass man genüsslich ein Stück oder eine Rippe Schoko lutscht und genießt, ein kleines Stückchen Kuchen etc. sondern das Verlangen nach „mehr, mehr, mehr“ bricht hervor und dann werden es eine oder mehrere Tafeln Schoko, riesen Tortenstücke etc. Und das macht dann keine wahre Freude mehr, finde ich.
Wenn Sie es bereits schaffen, auf Ihren Hunger zu hören, sich hinzusetzen und bewusst zu essen, ist bereits eine Menge geschafft. Ich hoffe, dass Sie sich dafür bereits ausgiebigst gelobt haben. Falls nicht bitte unbedingt nachholen, denn das ist wirklich eine Menge 🙂 Das sich die Qualität Ihrer Essanfälle bereits gebessert hat ist auch ein sehr gutes Zeichen (noch mehr Selbstlob bitte 🙂 🙂 )
Sie schreiben, dass Sie sich schwer tun im Gefühle spüren. Ja, das ist auch schwer, wenn man das nicht geübt ist. Vielleicht wäre das ein guter Zeitpunkt, Hilfe in Anspruch zu nehmen, in Form von Therapie oder Coaching? Sich alleine in die Welt des Fühlens zu begeben und die Hintergründe und Zusammenhänge zu erforschen, ist echt nicht so einfach. Herauszufinden, was man stattdessen braucht ist ein Prozess, der eine Weile braucht. Oft ist es auch nicht nur darum, eine Sache durch eine andere zu ersetzen (zB Schaumbad statt Süßkram), sondern vielmehr darum, die dahinterliegende Spannung zu lösen, sodass der Druck im Leben geringer wird.
Sie schreiben: “ ich fühle einfach nichts außer: ich muss jetzt Süßkram essen“. Das ist ja schon mal eine Menge! Was ist das für ein Gefühl, Süßkram essen zu müssen? Wie bemerken Sie es? Bei mir ging das immer einher mit einem eingeschnürten Gefühl im Hals, ein starker Druck auf der Brust und einem Gefühl, wie wenn ich unter Strom stehen würde und dann noch ein Gefühl von neben mir stehen und nur noch fokussiert auf Süßkram
Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort geholfen zu haben.

Frau S:
In dem Moment des Essanfalls ist es bis zu dem Punkt bis mir schlecht wird schon ein Genuss. Nur die Übelkeit, das Völlegefühl und die Trägheit danach eben nicht mehr. (Und das schlechte Gewissen natürlich)
Bei dem einen Riegel als Genuss bleibt es leider nie weil ich nicht mehr aufhören kann.
Therapie kommt leider nicht in Frage da ich vor kurzem erst eine beendet habe und die Krankenkasse keine Verlängerung mehr zahlt. Meine Therapeutin hat mein Problem leider nicht richtig ernst genommen. Sie hat gesagt die Essanfälle verschwinden von alleine wenn ich meine anderen Probleme im Griff habe.
Zum Thema fühlen wenn ich „fressen“ will: Stimmt Sie haben Recht dann fühle ich dabei ja doch einiges:
Panik, Nervosität, Das Gefühl es nicht mehr auszuhalten, ein “ mir ist alles und jeder egal weil ich jetzt was brauche sonst dreh ich durch “ – Gefühl, Verzweiflung, ich stehe neben mir, ich kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren.
Eine positive Bewertung bei Amazon werde ich auf jeden Fall schreiben 🙂
Ich finde es einfach super dass man sogar persönlich mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann. Vielen lieben Dank dafür 🙂

Olivia Wollinger:

Liebe Frau S.,
zum Abschluss habe ich noch ein paar Ideen:
es klingt tatsächlich, als ob der emotionale Hunger deutlich spricht. Ich denke, um die Gesamtsituation zu verbessern, braucht es dahin Aufmerksamkeit, damit sich langfristig Ihr Essverhalten ändern kann.
Dennoch kann man auch an der Symptomebene schrauben.
Hier ein paar Ideen dazu:
*) Wenn Sie Nachmittags so einen Heißhunger auf Süß bekommen, könnten Sie probieren, zum Frühstück Porridge zu probieren (Rezept siehe Buch). Es könnte sein, dass Ihnen das langfristig Ihre Gelüste ein bisschen verringert.
*) wenn sich Ihre Nachmittags-Süßigkeitenphase bis in den Essanfall am Abend hineinzieht, wäre es vielleicht ein interessanter Gedanke, sich bereits zu Mittag zu versprechen, dass es am Abend Kuchen (o.ä.) geben wird, sofern Sie das möchten, also dass es nichts „richtiges“ sein muss.
*) Interessant wäre zu beobachten, wie Sie Genuss empfinden, also ist es das Schmecken auf der Zunge, im Mund? Oder macht Ihnen vor allem die Menge Genuss und das abgelenkt sein von Gefühlen oder Stress. (also der Entspannungseffekt von Süßigkeiten)
*) Interessant wäre auch zu beobachten, was genau passiert, wenn der Genuss kippt. Also was passiert zwischen dem Gefühl von Genuss und dem Völlegefühl. Ich glaube, dass da noch einige Schritte dazwischen sind. Ich glaube nicht, dass der Genuss nahtlos in das Völlegefühl kippt, zumindest habe ich das ganz anders erfahren. Es wäre gut, irgendwann zu erkennen, wann das eine in das andere übergeht und diesen Moment bewusst zu machen (auch wenn Sie dann noch weiter essen)
Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Weg aus dem Binge Eating und hoffe, dass Sie bald wieder Therapiestunden bei einer zu Ihnen passenden Therapeutin genehmigt bekommen oder dass Sie die Möglichkeit haben, in private Stunden zu investieren.
Liebe Grüße aus Wien,
Olivia Wollinger

Frage zum Buch: Ramadan bei Essstörung

Letztens erhielt ich folgende Frage:

Was halten Sie vom regelmäßigen Fasten (5:2 nach Michael Mosley)  bzw. vom Fasten beim Ramadan? Hilft das Fasten, die Bedürfnisse des Körpers zu spüren?

Hier meine Antwort:

Liebe Frau R.,

wow, das finde ich ja toll, dass mein Buch bis nach Algerien gereist ist. Vielen Dank für Ihre wertschätzenden Worte.

Für den Ramadan sind eindeutige Ausnahmebestimmungen definiert und dazu zählen Krankheiten. Essstörung wird im ICD – international code of diseases – als Krankheit definiert.

Ich würde Menschen mit einer Essstörung daher nicht empfehlen, bei Ramadan zu fasten. Ich würde empfehlen auf andere Art und Weise zu fasten um damit Gott / Allah näher zu sein. Man kann z.B. von Klatsch und Tratsch fasten, auf Facebook und soziale Medien verzichten und vor allem von wertenden Gedanken fasten, anderen und (!!) auch sich selbst gegenüber. Man kann auch versuchen, statt des Fastens jeden Bissen bewusst zu essen, verbunden mit Gebet und in Dankbarkeit.

Ich persönlich glaube nicht, dass man über das Fasten besser lernt, seine Bedürfnisse zu spüren, weil es ein ganz oder gar nicht ist. Wenn man an einer Essstörung leidet geht es darum, im Alltag zu lernen, sich und seine Bedürfnisse zu spüren. Wenn man fastet, dann verbietet man sich wieder alles für eine gewisse Zeit, statt das Essen ins Leben zu integrieren. Im Weg aus der Esssucht geht es darum zu lernen, sich zu nähren, statt zu lernen den Verzicht durchzuhalten. Außerdem finde ich es wichtig, seinen Blutzuckerspiegel konstant zu halten, da sonst Essanfälle provoziert werden könnten.  Was ich allerdings schon wichtig finde ist, nicht ständig und immer zu essen (zu grasen), denn so kann sich kein Hunger entwickeln. Aber Essenspausen ist etwas anderes als Fasten.

Aber das ist meine Meinung und Erfahrung – jede und jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen und tun, wovon man spürt, dass es einem gut tut.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben und sende Ihnen liebe Grüße aus Wien,
Olivia Wollinger

Das Deckenpaket

Meine Katze zeigt Ihnen heute eine der Übungen aus dem Buch „Essanfälle adé“:

Deckenpaket:

Zum Spüren der Körpergrenzen empfehle ich, sich fest in eine Tagesdecke einzupacken. Dazu nehmen Sie am besten eine Decke ohne Stretch-Anteil und wickeln diese so eng wie möglich um sich herum, so umhüllt die Decke Sie wie ein sehr enganliegendes, trägerloses Kleid. Wie fühlt sich das für Sie an?

(Diese Übung lernte ich von Dami Charf, www.traumaheilung.de.)

Service für Hörbuch-HörerInnen

Liebe HörerInnen des Hörbuchs „Essanfälle adé“,

als spezielles Service für Sie, veröffentliche ich hier die im Buch abgebildeten Bilder, die man ja naturgemäß nicht hören kann 🙂

Hier ein Blick auf mein altes Tagebuch, das ich bewusst mit einem Schlussstrich beendete

Hier sehen Sie das neue Tagebuch, in meiner Lieblingsfarbe lila, in dem ich mit den Selbstlob-Sternchen begann:

Hier ein Blick auf meinen Schaf-Schirm, mein positive Anker an Regentagen:

Hier sehen Sie den Wunschweg versus realistischem Weg:

Und abschließend noch der Blick auf die Schmetterlingszeichnung der Übung „Was tut mir gut“:

 

Qualität von Lebensmitteln

Als ich selbst noch in meiner Esssucht steckte, hatte ich keine Ahnung, was „Qualität von Lebensmittel“ bedeutet. Meine Gier stand im Vordergrund, deswegen konnte ich Unterschiede nicht wahrnehmen. Daher hier ein kleiner Ausflug in die Welt der Lebensmittel, als kleine Anregung, worauf man achten könnte.

Brot

Bei einem vergangenen Seminar brachte eine Frau Bio-Brot vom kleinen Bioladen mit. Eine andere Baguette von einer großen Supermarktkette. Das Bio-Brot war bis auf den letzten Krümmel aufgegessen, das Baguette blieb übrig. Woran lag das? Nein, es hatte nichts mit Gier zu tun, sondern mit dem Geschmack des Brotes. Das Baguette schmeckte wie aromatisierter Schaumstoff. Das Brot vom Biobäcker war ein „hmmm“ Genuss.

Das liegt daran, dass Biobrot keine Backmischungen, keine chemischen Hilfsmittel, keine künstlichen Vitamine oder Enzyme und auch keine Backtriebmittel enthält.
Außerdem wird der Backprozess nicht unterbrochen. Die Backwaren von großen Supermarktketten (und auch von vielen der großen Bäckerei-Ketten) werden nur halbfertig gebacken, eingefroren und dann in der Filiale aufgebacken. Das schmeckt man dann auch.

Ja, Brot vom Biobäcker kostet ein Vielfaches und ich kann verstehen, wenn man sich das nicht leisten möchte oder kann. Wenn dem so ist, es gibt sehr einfache und sehr gute Brotrezepte für zu Hause.

Gemüse und Obst

Soweit ich mich erinnere, hat die Forschung herausgefunden, dass in Tiefkühlgemüse mehr Vitamine enthalten sind, als in gelagertem Gemüse. Mag schon sein, aber der geschmackliche Unterschied ist enorm. Tiefgefühlte Karotten beispielsweise schmecken wässrig, frisch gekochte schmecken knackig.

Leider gibt es allerdings auch in der Gemüseabteilung Gemüse, das nach nichts schmeckt. Das hängt mit der Art und Weise der Aufzucht (Glashaus? Erde? Transportweg?) und der Lagerung zusammen. Ich kann in vielen Fällen den Unterschied zwischen einer Bio und einer nicht Bio Karotte schmecken.

Bei Äpfeln ist der Unterschied meiner Geschmacksknospen nach noch wesentlich deutlicher. Es gibt Äpfel, die tatsächlich nach nichts schmecken. Und dann gibt es diese herrlichen, knackigen, fruchtigen Bioäpfel. Die Investition lohnt sich.

Süßspeisen, Kuchen etc.

Bei Süßspeisen ist es ähnlich wie beim Brot: Haben Sie schon mal den Geschmack eines Kuchens aus dem Supermarkt, der in Plastik eingeschweißt ist und wochenlang haltbar ist mit jenem von selbstgemachten Kuchen aus einer kleinen Bäckerei verglichen? Der Unterschied ist eklatant.

Käse

Es macht geschmacklich einen Unterschied, ob Käse wochenlang in Plastikfolien eingeschweißt oder als Käserad gelagert wird.

Fleisch, Wurst, Schinken

Wenn ein tierisches Produkt nicht Bio ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die dahinterstehenden Tiere in Ställen gehalten werden und selten bis nie das Tageslicht sehen. Leider geht die Schlachtung von Bio-Tieren ebenso von statten, wie die von nicht Bio Tieren, also Viehtransport bis zum nächsten Schlachthof und dann Fließbandschlachtung. Es ist daher sehr wichtig darauf zu achten, dass die Tiere, dessen Fleisch wir essen, aus dem Land stammen, in dem wir leben, das verkürzt den Transportprozess.
Wer sich mehr mit diesem Thema beschäftigen möchte, empfehle ich das Buch von Clemens G. Arvay: Der große Bio-Schmäh: Wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen

Es gibt glücklicherweise ein paar Biobauern, die auch Schlachthöfe haben. Das ist ideal, weil dadurch der Transport wegfällt und die Tiere relativ stressfrei getötet werden, beispielsweise bei Labonca. Ja, so ein Biofleisch kostet ein Vielfaches, doch hier stelle ich die Frage: Wieviel ist Ihnen ein Leben wert?