Archiv für den Autor: Olivia Wollinger

Können Sie mir jemanden empfehlen, die so arbeitet wie Sie?

Ich bekomme häufig Anfragen, die ungefähr lauten: „Ich habe Ihr Buch gelesen und suche nun jemanden, der so wie Sie arbeitet, wohne aber nicht in Wien, sondern in … . Kennen Sie dort zufällig jemanden?“

Empfehlungen sind immer schwer zu geben, denn jeder und jede braucht etwas anders. Mittlerweile spreche ich nur noch Empfehlungen aus, wenn ich die Arbeitsweise einer Person über einen längeren Zeitraum hinweg persönlich kennengelernt habe. Daher sind meine Empfehlungen naturgemäß zahlenmäßig begrenzt.

Außerhalb von Wien kann ich folgende Psychotherapeutinnen bzw. Coach empfehlen:

  • A-Baden bei Wien: www.psychotherapie-huber.at (Silvia Huber Systemische Psychotherapie)
  • A-Altmüster: jutta.hoefig@gmx.at (Jutta Höfig-Renner, Therapierichtung Logotherapie)
  • D-Göttingen: www.traumaheilung.de (Dami Charf, Heilpraktikerin für Psychotherapie)
  • D-Aachen: www.claudia-münstermann.de (Claudia Münstermann, Wingwave Coaching, bietet auch Skype Coaching an)

Rosen-Methode-Praktizierende finden Sie auf

Im Buch „Essanfälle adé“ finden Sie Kriterien, die ich bei der Auswahl von TherapeutInnen wichtig finde.

Für all jene, die meine Arbeitsweise kennenlernen möchten, aber nicht in Wien wohnen, gibt es den Workshop „Essanfälle adé„. Viele unserer TeilnehmerInnen verbinden das Seminar mit ein paar Tagen Wien Tourismus.

Frage zum Buch: Summer vorkochen?

Vor einiger Zeit erhielt ich folgende Frage zum Buch von einer Dame, die mir ihrem Ess-Thema schon ziemlich durch ist:

Liebe Frau Wollinger,

ich bin ganz zufällig über Ihr Buch gestolpert und möchte Ihnen gerne sagen, wie großartig ich es finde. Ich bin mit meinem eigenen Ess-Thema schon ziemlich durch, habe aber ganz viele Ihrer Erfahrungen (und Selbstgespräche) selbst gemacht und es war mir eine große Erleichterung zu lesen, dass meine Gedanken keinesfalls einzigartig waren und sind – ich also in dieser Hinsicht nichts Besonderes bin. Wie sehr hätte ich mir Ihr Buch vor einigen Jahren gewünscht. Vieles wäre sehr viel leichter für mich gewesen. Besonders gelungen finde ich den Teil über die Hebung des Selbstwertes. Damit bieten Sie eine ganz konkrete Hilfe an, die ich mir immer gewünscht habe. Zum Thema Summer und Zuwinker habe ich allerdings eine Frage, die ich vielleicht im Buch überlesen habe. Ich komme inzwischen sehr gut klar, solange ich es schaffe mich gut um mich zu kümmern, besonders ernährungstechnisch. Wenn ich meinen Rhythmus verliere, dann wird es schwierig für mich. Schwierig, weil ich dann einfach keine Ideen mehr habe, was ich kochen könnte und worauf ich Appetit habe. Zusätzlich erschwert wird das Ganze, weil ich Mittags keinen Zugriff auf fertige Nahrung habe (das Kantinenessen passt so gar nicht für mich und Lokale in der Nähe gibt es keine), d.h. ich koche am Abend meistens für das Abendessen und das darauffolgende Mittagessen. Da summt dann gar nichts mehr in mir obwohl ich großen Hunger verspüre. Haben Sie da vielleicht einen Tipp für mich?
Vielen Dank, dass Sie meine Zeilen gelesen haben und weiterhin alles Gute für Sie,
E.L.

Meine Antwort:

Liebe Frau L.,

vielen Dank für Ihre wertschätzenden Worte, darüber habe ich mich sehr gefreut! Es freut mich sehr, dass Sie in meinem Buch etwas für Sie finden könnten, obwohl Sie ja bereits sehr fortgeschritten sind!

Ja, das Buch hätte ich auch gerne schon vor 20 Jahren gehabt, deswegen habe ich es geschrieben, damit wenigstens anderen Menschen vielleicht ein paar Meter erspart bleiben.

Ihre Frage ist eine sehr wichtige un der sind zwei Überschriften im Buch gewidmet:

1)
Was, wenn der Summer nicht verfügbar ist?

2)
Lassen sich Körperbedürfnisse planen?

Bitte lesen Sie dort mal nach 🙂

Toll, dass Sie für sich so hervorragend sorgen und vorkochen 🙂 Ich finde das gute Essen hier wichtiger als den Summer. Außer, Sie beginnen nachher sofern unbefriedigt zu „Grasen“, dann müsste man dem dich noch mal Augenmerk schenken.

Wenn man in einer schlechteren Phase ist ( oder wie Sie es so schön formulieren: den Rhythmus verloren hat) fällt es schwer für sich zu sorgen. Das ist dann wie in einer Beziehungskrise 😉

Ich möchte Sie dazu anregen, es sich in solchen Phasen so einfach wie möglich zu machen. Also sich daran erfreuen, dass Sie Hunger so deutlich spüren ( Das ist ja was ganz was tolles ) und einfach das essen, von dem Sie wissen, das Sie es üblicherweise mögen. Und basta 🙂

Die Summer zu befolgen ist sehr wichtig in der akuten Phase der Sucht, weil da oft eine Vermischung mit dem emotionalen Hunger da ist und es zig Verbote gibt. Wenn Sie schon weiter sind, dann können Sie entscheiden, wann es wichtig ist, genau den Summer zu essen und wann es nicht so wesentlich ist. Ein guter Indikator ist, ob Sie nach dem Essen genug haben und befriedigt sind.

Sie scheinen die Selbstfürsorge ja schon ganz toll in Ihren Alltag integriert zu haben! Das ist ganz wunderbar und reicht vollkommen. Vielleicht ist es Zeit, nun noch ein Stückchen mehr loszulassen 🙂

Falls Sie mal Zeit hätten würde mich sehr freuen über eine Rezension auf Amazon, sowas braucht man heutzutage als Autorin 🙂

Herzliche Grüße aus Wien,

Olivia Wollinger

Rückmeldung zum Seminar

Ich erhielt folgende Rückmeldung zu unserem Workshop  „Essanfälle adé“, die ich hier anonym veröffentlichen darf, vielen Dank dafür, ich habe mich sehr darüber gefreut.
Anmerkung: Mit Frau Huber ist die Psychotherapeutin Silvia Huber in Baden gemeint, www.psychotherapie-huber.at und Iris ist Iris Lasta, meine Workshop Assistentin www.gesund-sensibel.at

Der nächste Workshop findet übrigens im November statt 🙂

Deko 🙂

Liebe Olivia,

ich sitze gerade gemütlich zuhause bei einem Kaffee und habe an dich gedacht. Ich hoffe es geht dir gut und du hast den Sommer genossen. Olivia, ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei dir bedanken, dass du den Mut aufgebracht hast dein Buch zu schreiben und deine Geschichte mit uns zu teilen. Ich habe ganz viele verschiedene Dinge ausprobiert und mir hat leider nichts so wirklich helfen können, bis ich begonnen habe dein Buch zu lesen.

Mit jeder weiteren Seite wurde mir klar, dass du genau weißt wie sich dieser Weg anfühlt und dass es scheinbar einen Weg raus aus der Sucht und den Problemen gibt. Schon während dem Lesen habe ich eine tiefe Verbundenheit gespürt und mich erstmalig verstanden gefühlt. Das Resultat daraus, ich wollte dich unbedingt kennenlernen und habe eine EKT Sitzung bei dir gebucht.

Das schöne war, dass du mir auf liebevolle Art gezeigt hast, dass ich mich meinen Ängsten stellen muss wenn ich eine Veränderung erreichen möchte. Ich konnte schrittweise erleben dass nichts passiert wenn man sich auf das Risiko einlässt die Ängste zuzulassen und abzuwarten was passiert. Ich hatte damals Panikschübe und habe mich sehr unwohl gefühlt und wusste teilweise nicht mehr wie ich aus der Gesamtsituation wieder rauskommen sollte. Deine Empathie und deine Ehrlichkeit haben mich beeindruckt und ich bin dir aus tiefstem Herzen dankbar, dass du mich zu Frau Huber geschickt hast um meine Probleme parallel aufzuarbeiten. Dein ehrlicher Wunsch dass es deinen Klienten besser geht ist immer spürbar.

Dein Gespür dafür, dass ich weitere Unterstützung gebraucht habe war eindeutig richtig und die Kombination daraus hat mich Woche für Woche einen großen Schritt weitergebracht. Während der Therapie ging es mir psychisch sehr schlec, die Essanfälle haben aber kontinuierlich abgenommen.

Den absoluten Durchbruch habe ich dann nach deinem Seminar erlebt . Hier bin ich erstmalig auf Gleichgesinnte getroffen und der ehrliche Austausch in dem geschützen Rahmen hat einfach alles verändert. Ich habe das Seminar nicht verlassen und gedacht „juhu mein Leben ist anders und alles ist super“ ,aber ich habe gespürt wo ich stehe und dass ich nicht mehr umdrehen möchte. Iris und du habt uns bei Einblicken in unsere Seelen begleitet und für mich eine neue Tür geöffnet.

Ich kann nicht genau sagen was es war, aber der Zauber dieses Seminars hat meinen neuen Lebensabschnitt eingeleitet. Wenn ich bedenke, dass es erst einige Wochen her ist dass ich unter Tränen im Seminarraum gesessen bin und Essen das zentrale Thema meines Denkes war, dann ist es einfach unfassbar wie gut ich mich fühle und was sich alles positiv verändert hat. Durch dein Seminar habe ich noch einmal einen ehrlichen, liebevollen Blick auf meine Persönlichkeit geworfen und gehe seitdem einen neuen Weg.

Ich lese viel und besinne mich immer wieder auf das Wesentliche und gehe sehr liebevoll mit mir um. Ich bin im Frieden mit mir und vertraue darauf, dass alles gut wird. Olivia, ich kann dir nicht oft genug dafür danken, dass du mir geholfen hast. Durch deinen Input bei der EKT, dem Seminar und den Kontakt zu Frau Huber, habe ich es geschafft mein Leben zu verändern und endlich wieder glücklich zu sein. Ich werd dich ganz bestimmt nie vergessen und bin mir sicher, dass wir uns eines Tages wiedersehen.

Ich wünsch dir nur das allerbeste und alles erdenklich Gute.

Wie findet man eine/n gute/n Therapeut/in?

Manchmal wird der Leidensdruck so groß, dass man feststellt: „Ich schaffe es nicht mehr alleine, ich brauche Hilfe.“

Doch wie findet man eine/n gute/n Therapeut/in?

Dazu gibt es drei informative Videos von Dami Charf:

und hier noch ein Link: https://www.traumaheilung.de/wie-sie-einen-guten-psychotherapeuten-finden/

Das Paretoprinzip – 80/20 Prinzip

Wenn der Perfektionismus zuschlägt, finde ich das Wissen um das Pareto Prinzip hilfreich. Vilfredo Federico Pareto war ein italienischer Ingenieur, Ökonom und Soziologe (1848-1923).

Das Pareto-Prinzip, (auch 80-zu-20-Regel) besagt, dass 80% der Ergebnisse in 20% der Gesamtzeit eines Projekts erreicht werden.

Wir denken oft, dass mehr auch mehr bringt. Doch dem ist nicht immer so.

Wir sollten prüfen, ob es genügt, sich mit 80% Aufgabenlösung zufriedenzustellen oder ob 100% wirklich notwendig sind.

Für die verbleibenden 20% wird nämlich 80% der Arbeitsleistung benötigt.

Dies wird sich manchen Einzelfällen lohnen aber vermutlich nicht immer. Es gilt zu hinterfragen, ob weniger nicht manchmal mehr ist.

Hier ein paar Beispiele aus meinem Alltag:

  • Ich habe gestern einen Kuchen gebacken, der am Ende zusammengefallen ist. Er hat zwar nicht gut ausgesehen, aber dennoch gut schmeckend. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, dass ich versucht hätte, ihn mit Glasur zu „reparieren“ oder ihn gar neu zu machen (100% Ergebnis, dafür ewiges Herumgefitzel und er hätte nicht anders geschmeckt)
  • Ich hätte noch zwei Jahre an meinem Buch arbeiten können, damit alle Sätze perfekt sind und wirklich jeder Gedanke ausgereift. Ich hätte auch das Lektorat noch von einem anderen Lektorat überprüfen lassen können. Ich tat das nicht und vertraute darauf, dass meine Botschaft herüberkommen wird. So konnten in diesen zwei Jahren bereits tausende Menschen von dem Buch profitieren, dafür musste ich (nur) eine oder zwei Rezessionen in Kauf nehmen, die Fehler bemängelten. Da mich das dann doch ein bisschen gegiftet hat wird es ein neues Lektorat geben und am 2.1.2018 kommt das Buch frisch Lektoriert auf den Markt.
  • Immer wieder stellt sich die Frage: Wieviel Information brauche ich, um eine Entscheidung treffen zu können? Man kann nie alles wissen, irgendwann ist es notwendig auf sein Gefühl zu hören oder Dinge einfach zu tun, statt sich immer wieder abzusichern.
  • Ich könnte an diesem Blogartikel noch Tage arbeiten, noch weitere Beispiele einfügen, um Ihnen 100% perfekte Information zu liefern. Ich könnte mit Expertinnen telefonieren, in Wirtschaftsbüchern lesen und und und. Statt dessen führe ich unten ein paar Links an und wende mich einer neuen Tätigkeit zu.

Weiterführende Links:

http://sysbizz.com/blog/vilfredo-pareto-ist-kein-italienischer-opernsanger/
https://www.zeitzuleben.de/das-8020-prinzip/
http://karrierebibel.de/pareto-prinzip-8020-regel/