Die Metapher von der Stadt

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Foto (c) Manfred Helmer

Folgende Metapher goss eine Klientin von Claudia Münstermann (= spezialisiert auf Skype Coaching) in Worte. Ich darf dies mit ihrer Einverständnis veröffentlichen. Die Klientin möchte gerne anonym bleiben.

Ich bin eine Stadt oder mein Leben ist voller Baustellen.

Ich stelle mir mein Leben immer wie eine Stadt vor. Es ziehen Leute zu, andere ziehen weg. Es gibt gute Stadtteile und benachteiligte. Es erfolgt Stadtentwicklung und Veränderung.
Diese Stadt hat viele Straßen, die von Zeit zu Zeit einer Reparatur bedürfen. Es gibt Neubaubaustellen und Abrisse. Alle diese Baustellen kosten Zeit, Kraft und Geld und sie behindern den Verkehrsfluss.

In meinem Leben gibt es Neubauten (Studium, Berufliche Weiterentwicklung, neue Projekte), Abrisse (Beendigung von Lebensabschnitten, Trennung von vertrauten Personen) und Ersatzinvestitionen (Gesundheitserhaltung durch Sport/ Gewichtsreduktion, Zahnersatz, Therapiestunden)

Alle diese Projekte hindern gelegentlich den Verkehrsfluss in meiner Stadt, manchmal kommt es sogar zu Staus und spätestens, wenn Tagesbaustellen (Krankheit, unerwartete Termine etc.) dazu kommen, kommt es dann evtl. zum Verkehrsinfarkt und meine Kraft ist zu Ende.

Zusammen mit Claudia Münstermann haben wir dann mal auf die Möglichkeiten zur Entlastung geschaut. Diese helfen vielleicht auch anderen.

Man kann ein Sonntagsfahrverbot erteilen, so dass alle Verkehrsteilnehmer Sonntags etwas langsamer machen und zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren.
Man muss grundlegende Erneuerungsarbeiten an den wichtigsten Durchfahrtsstraßen (Gesundheit/Familie) machen um diese zu erhalten, auch wenn es dadurch erstmal zu Stau und eventuell Wegzug von Bewohnern (Freunden/Bekannten) kommt.

Die Stadt braucht Grünanlagen für den Sauerstoff und manchmal sind dafür Abrisse notwendig. Und die Stadt muss lernen, wie man mit Problemstadtteilen so umgeht, dass diese mehr in die Stadt integriert werden.

Also um bei meiner Metapher zu bleiben, ich muss die Zügel in meiner Stadt in die Hand nehmen und als Bürgermeister regieren. Auch ein Bürgermeister benötigt gute Beigeordnete und Mitarbeiter. Und manchmal auch Hilfe von außen als Stadtentwicklungsexperten (Therapeuten).

Vielleicht schaffen wir es gemeinsam bessere Bürgermeister unserer Städte zu werden und die Regierung wieder in unsere Hände zu nehmen, denn ohne gute Führung gerät eine Stadt schnell in die Krise.

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