Binge Eating ist eigenenständige Diagnose

Die Essstörung „Binge Eating Disorder“ (BED) ist seit Mai 2013 eine eigenständige Diagnose. Die Binge-Eating-Störung ist gekennzeichnet von regelmäßigen Essanfällen. Dabei wird in einem abgrenzbaren Zeitraum eine signifikant größere Nahrungsmenge gegessen, als die meisten anderen Leute unter gleichen Umständen essen würden. Während dieser Essanfälle, wird ein Kontrollverlust empfunden. Menschen, die unter einer BED leiden, essen oft sehr schnell – auch wenn kein Hungergefühl verspürt wird. Schuld- und Schamgefühle sind häufige Begleiter. Betroffene versuchen meistens ihr Verhalten zu verheimlichen.

Mehr dazu lesen Sie auf der Essstörungshotline:
http://www.essstoerungshotline.at/aktuelles/2013_07_08_Binge-Eating-Stoerung.html

Die Diagnosekriterien von Binge Eating finden Sie hier: http://www.essstoerungshotline.at/allgemeines/krankheitsbild/Binge_Eating_Disorder_-_Ess-Sucht.html

Eine Form von Binge Eating ist das „night eating syndrom“ (NES). Es handelt sich hierbei um eine Essstörung, bei der Betroffene unter nächtlichem Heißhunger leiden. Es wird von NES gesprochen, wenn mindestens 25 % der täglichen Nahrungsaufnahme nach der letzten Tagesmahlzeit erfolgt, und/oder wenn eine Schlafstörung vorliegt, welche durch Nahrungsaufnahme begleitet wird. NES als solches wird allerdings bislang noch nicht als eigenständige Diagnose im Diagnoseklassifikationssystem ICD-10 geführt.

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