Frühstück mit Hirse, Amaranth, Quinoa oder süßem Reis

Statt der Haferflocken können auch andere Getreide bzw. „Pseudogetreide“ verwendet werden.

Die einfachste Zubereitungsmethode ist es, der Basis (also den jeweiligen Getreiden bzw. „Pseudeogetreiden“) nach und nach die gewünschten Zutaten (Gewürze, klein geschnittene Trockenfrüchte, gehackte Nüsse, eventuell etwas schwarzer Sesam, Früchte der Saison) zuzufügen und nach Geschmack zu süßen (z.B. mit Ahornsirup oder Malz).Werden die Trockenfrüchte von Anfang an mitgekocht, so wird das Frühstück süßer.

Die Menge des verwendeten Wassers richtet sich nach dem Geschmack. Je mehr Wasser desto cremiger. Grundsätzlich gilt: Wenn das (Pseudo)Getreide weich ist, dann ist es fertig.

Natürlich kann man auch die Zutaten getrennt zubereiten, wie z.B. beim kernigen Haferflockenfrühstück.

Auch diese Frühstücke lassen sich in Einmachgläsern gut aufbewahren, siehe dazu die Beschreibung bei Haferflockenfrühstück.

Bitte niemals Mikrowelle oder Tiefkühlprodukte verwenden.

Alternative Getreide bzw. Pseudogetreide sind z.B.: Hirse, Amaranth, Quinoa, süßer Reis

Hirse

Hirse (= Goldhirse) ist wahrscheinlich das älteste von Menschenhand kultivierte Getreide und den Babyloniern schmeckte sie angeblich schon recht gut. Hirse wurde in Europa in Form des Hirsebreis zum Frühstück und Abendbrot auf den Tisch gebracht, bevor Weizen und Roggen und damit das Brot, den Tisch eroberten.

Hirse gibt es mittlerweile schon fast überall zu kaufen, z.B. beim DM.

Hirse anrösten bis sie gut duftet, heißes Wasser dazu (Vorsicht, spritzt!). Je mehr Wasser desto cremiger, ist Geschmacksache. Körnig bleibt die Hirse bei einem Verhältnis von 1 Tasse Hirse zu 2 1/2 Tassen Wasser.

In vielen Rezepten wird empfohlen, die Hirse vor der Zubereitung heiß zu waschen. Durch das Waschen werden Gerbstoffe, die ev. bei der Verarbeitung der Hirse nicht entfernt wurden, beseitigt, sodass die Hirse nicht ranzig schmeckt. Wäscht man die Hirse, verzichtet man entweder auf das Anrösten oder trocknet die Hirse im Backrohr oder achtet gut darauf, dass die Hirse nicht anbrennt.

8-10 Minuten aufkochen lassen (solange bis die gelben Hirsekugeln aufgesprungen sind), dann die Flamme abdrehen und zugedeckt quellen lassen, bis das restliche Wasser weg von der Hirse aufgenommen wurde. Nicht umrühren, bis die Hirse fertig ist. Sollte man zu viel Wasser erwischt haben, nochmal Herd auf kleiner Stufe aufdrehen und mit offenen Deckel kochen, damit das Wasser verunsten kann. Hat man zu wenig Wasser erwischt, also möchte man die Hirse doch noch weicher, fügt man noch heißes Wasser hinzu (Geschmacksache).

Amaranth

Amaranth wurde schon vor 3000 Jahren in Mittel- und Südamerika angebaut und für die Azteken war dieses Gartenfuchsschwanzgewächs einst kostbarer als Gold und wichtige Zutat beim zeremoniellen Götterdienst.Wird gekocht im Verhältnis 1 (Amaranth):3 (Wasser). Amaranth gibt es z.B. beim DM zu kaufen

Quinoa

Quinoa, auch Perureis oder Inkakorn genannt, wurde in den Hochebenen der Anden angebaut. Es war in den Regionen zwischen (heute) Mexiko und Chile unentbehrlich, da dort Mais nicht mehr angebaut werden konnte. Quinoa gehört zu den Gänsefußgewächsen und ist eng verwandt mit Spinat, Mangold und Rote Beete.

Amaranth und Quinoa sind „Pseudogetreide“, sie sehen zwar aus wie Getreide und ihre Samen werden auch so verwendet, aber es ist kein Getreide. Ein ganz wichtiger Aspekt ist der hohe Eiweißgehalt dieser Samen, wobei Amaranth der Spitzenreiter mit 18 % ist. Quinoa enthält 14% und Hirse ca. 10% Eiweiß. Der Grund dafür ist der relativ große Keimling und kleine Stärkekörper des Korns.

Quinoa wird heiß gewaschen und im Verhältnis 1:2-3 gekocht. Schmeckt sehr nussig. Gibt´s z.B. beim DM zu kaufen.

Süßer Reis

Süßen Reis gibt es nur im Reformhaus zu kaufen, er ist zu erkennen an seiner gelben Farbe. Nicht zu verwechseln mit Klebreis, Risottoreis oder Milchreis. Süßer Reis ist schmackhaft und wirkt sehr tonisierend (energieaufbauend). Süßer Reis wird ca. ¾ Stunde gekocht, ca. im Verhältnis 1 (Reis) : 3 (Wasser)

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