Selbsttest „Bin ich esssüchtig“: Ihr Ergebnis ist Stufe rot

Vielen Dank, dass Sie sich für den aivilo Selbsttest Zeit genommen haben.

Ihr Ergebnis: Alarmstufe rot

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Der Test enthält 50 Fragen mit maximal 60 Auswertungspunkten. Sie haben mehr als die Hälfte der Fragen mit „ja“ beantwortet. Ihr Ergebnis lässt die Vermutung zu, dass Sie eine Esssucht haben. Von Esssucht spricht man übrigens auch dann, wenn nicht erbrochen wird. Diese Form nennt sich Binge Eating Order.

Vorab ein paar Wörter zum Test

In den vielen Jahren, die ich mich nun schon mit Esssucht beschäftige, fand ich heraus, dass es ein paar Punkte gibt, die auf viele Betroffene zutreffen, und zwar sowohl im Essverhalten als auch in den Denk- und Handlungsmustern. Diese Punkte habe ich in diesem Test zusammengestellt. Der Test erhebt daher keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit oder Vollständigkeit, er ersetzt selbstverständlich keine ärztliche Diagnose. Vielmehr ist er als Gedankenanstoß gedacht,  sich selbstkritisch mit der Frage „Bin ich esssüchtig?“ auseinanderzusetzen.

Was tun mit dem Testergebnis?!

Möglicherweise war Ihnen schon länger bewusst, dass mit Ihrem Essverhalten irgendetwas nicht stimmt. Das von einem Test bestätigt zu bekommen, es sozusagen „schwarz auf weiß“ zu lesen, kann ganz schön erschreckend sein. Das darf so sein, denn es ist nicht gerade angenehm zu wissen, dass man möglicherweise an einer Sucht zu leidet.

Zu wissen, womit man es genau bei der Esssucht zu tun hat, ist der erste und einer der wichtigsten Schritte. Hier geht es um folgende Fragen: Was genau bedeutet es, Esssucht zu haben? Was sind die Symptome der Esssucht? Welche Funktionen hat die Esssucht in meinem Leben?

Allen voran ist es wichtig zu erkennen, dass es in der Esssucht nur scheinbar um Essen, Gewicht und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper geht. Hinter diesen Symptomen stecken einige andere Dinge, die Zuwendung und Aufmerksamkeit brauchen. Welche „Dinge“ das sind? Dies ist zwar eine scheinbar einfache Frage, dennoch ist die Antwort nicht so einfach zu geben. Genau das ist die Herausforderung in der Bewältigung der Esssucht: Herauszufinden, wofür sie im Leben steht und dann genau diese Parameter zu verändern, damit die Esssucht nicht mehr notwendig ist.

Wie ist das zu schaffen?

Zuallererst ist es wichtig zu wissen: Der Weg aus der Esssucht ist nicht dadurch zu schaffen, dass man eben mal beschließt nicht mehr esssüchtig zu sein. Es ist auch kein Weg, der von heute auf morgen zu gehen ist. Es brauchte seine Zeit, bis sich Ihr esssüchtiges Verhalten aufgebaut hat, ebenso braucht es seine Zeit, um da wieder herauszukommen.

Es gibt zahlreiche kostenfreie und kostengünstige Möglichkeiten, mehr über Esssucht und ihre Hintergründe zu erfahren. Das Internet bietet hier eine breite Möglichkeit, sich zu informieren. Dies ist der erste Schritt: Wissen, womit man es zu tun hat.

Persönliche Hilfe auf dem Weg finde ich dennoch essentiell. Meist kommt man um eine Psychotherapie nicht herum, da hinter der Essstörung tiefere Wurzeln liegen, die Zuwendung brauchen. Ich weiß, dass viele Betroffene sich wünschen, es alleine zu schaffen. Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich allerdings, dass das sehr schwierig ist. Ich möchte Sie daher ermutigen Hilfe zu suchen!

Wie kann Ihnen aivilo auf Ihrem Weg helfen?

1.) In meinem aivilo Blog finden Sie zahlreiche Artikel zum Thema Esssucht, die Sie kostenfrei lesen können. Wenn Sie den Blog abonnieren, bekommen Sie Nachricht, wann immer ich einen neuen Artikel verfasst habe.

2.) Ich habe ein Buch geschrieben, es heißt Essanfälle adé. Darin beschreibe ich jenen Weg, den ich aus der Esssucht gegangen bin.

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3.) Darüber hinaus biete ich in Wien persönliche Begleitungen an, in Form von Einzelbegleitung und Workshops. Alle aktuellen Infos dazu finden Sie auf meiner Webseite www.aivilo.at.

6 Gedanken zu „Selbsttest „Bin ich esssüchtig“: Ihr Ergebnis ist Stufe rot

  1. D. Isa Henn

    Ja, auch in mir gibt es eine Stimme, die immer wieder gesagt hat: „Dein Essverhalten ist nicht normal!“ Als ich damit zu meinem Hausarzt gegangen bin, war er mir keine große Hilfe. Fairerweise muss ich sagen, dass es seinerseits wohl Unwissenheit war (was aber auch nicht vorkommen sollte). Da ich zum Glück nur ein paar Kilos zu viel auf den Hüften habe, quält mich auch weniger das Gewicht als das Wissen um die doofe Schokolade, die ich mit fast 500g täglich mampfe. Der Arzt hat wohl nur gesehen, dass ich nicht viel zu dick bin und ja auch Sport treibe. Aber er hat, so wie ich das sehe, nicht genau genug hin gesehen. Aber da jeder für sich selbst verantwortlich ist, werde ich mir nun an anderer Stelle Hilfe suchen und mein Essverhalten hoffentlich mit diesem Anlauf in den Griff kriegen! Ich drücke Euch und mir die Daumen, dass wir es schaffen!

  2. Viola

    Der Test hat mir eigentlich nur gezeigt, was ich länger schon vermutet habe! Werde jetzt erstmal das Buch lesen! Ich hatte es gerade geschafft 10 kg abzunehmen und Fresse jetzt wieder als wenn es morgen nichts mehr gibt! Leider futter ich dann auch nur süsses und fettes!

  3. K.H.

    Eigendlich habe ich schon länger bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Denn obwohl ich satte 31kg Gewicht durch Ernährungsumstellung verloren habe, bin ich nicht zu frieden mit mir. Jetzt plagen mich seit Wochen Fressanfälle und ich habe logischer Weise einiges zugelegt! Durch das Buch versuche ich jetzt, Frieden mit mir zu finden und habe mir einen Therapeuten gesucht, der mich hoffendlich gut unterstützen wird. Ich will und werde es schaffen, denn ich will zufrieden leben. Ihr Buch hat den Anst0ß dazu gegeben, vielen Dank dafür! Schade das Wien so weit weg ist, sonst wäre ich bestimmt bei Ihnen!

  4. Diana.

    Ich habe es heute geschafft, das Buch in Ruhe durch zu lesen. In sehr vielen Situationen finde ich mich wieder. Was ich für mich herausfordernt finde, was ist wirklicher Hunger. Nicht mehr zu essen nur weil es früh, mittag oder abends ist. Mein denken hierbei ist noch, was passiert, wenn ich zu lange warte und ich dann die skala übertreten habe. Klar, was soll passieren – mehr aus Fehlern bzw Erfahrungen lernen, kann nicht passieren

  5. Elisabeth

    Das Buch ist gerade bestellt geworden-in der Hoffnung,dass es mir was bringt!

  6. E. E.

    Ich möchte Ihnen für ihr Engagement in Bezug auf Menschen in Not bedanken. Nachdem es mir sehr schwer fällt für mich Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist gerade dieser 1. Schritt in der Anonymität von großer Hilfe. Danke für all die Impulse zum Nachdenken, die ein weiterer Schritt in Richtung Freiheit sind.
    Nachdem für mich die Bibel von großer Wichtigkeit ist und einer meiner Favoriten momentan ein Vers aus dem Johannesevangelium, der sagt:
    “ Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch befreien“
    sehe ich ihre Internetseite als Wink des Himmels Gottes
    reichen Segen und viel Kraft für ihre wertvolle Arbeit

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